GESUNDHEITSBLOG - ARCHIV

Folgen 1-43

FOLGE 43

17. August 2015

IDENTITÄTSPRÜFUNG FÜR ROHSTOFFE - IHRE SICHERHEIT

von Mag.a Daniela Hipfl

 

Die Identitätsprüfung ist ein Verfahren, das der Identifizierung von Rohstoffen und so der Qualitätssicherung in der Apotheke dient. Denn laut Apothekenbetriebsordnung ist die Prüfung der Ausgangsstoffe verpflichtend, um deren einwandfreie Qualität zu gewährleisten und sie so für eine mögliche Weiterverarbeitung heranziehen zu können.

 

Für die Prüfung auf Identität können verschiedene Methoden herangezogen werden, sie müssen jedoch stets die Anforderungen des Arzneibuchs erfüllen:

 

  • Bestimmung des Schmelzpunktes

  • Ermittlung des Brechungsindex von Flüssigkeiten mittels RefraktometerHierbei wird gemessen wie schnell das Licht durch die Flüssigkeit gebrochen wird. Jeder Stoff verfügt über einen bestimmten Wert, über den er sich identifiziert.

  • Durchführung nasschemischer Verfahren (= chemische Reaktionen)

  • Flammenfärbung

  • Messung der Dichte

  • Aussehen

 

Die einzelnen Substanzen, Flüssigkeiten und Teedrogen müssen genauen  Qualitätsanforderungen entsprechen, d. h. eine bestimmte Reinheit und einen bestimmten Gehalt an Inhaltsstoffen vorweisen, um weiterverarbeitet und/ oder an den Endverbraucher abgegeben werden zu dürfen.

 

Jede Substanz verfügt über eine  Kontrollnummer, über die sich der Stoff hinsichtlich seiner Reinheit und seinem Gehalt identifiziert (entspricht einem Prüfungszertifikat). Verfügen die bezogenen Ausgangsstoffe über solch ein Prüfungszertifikat, so ist in der Apotheke lediglich nur noch die Identität festzustellen.

 

Die Durchführung der Identitätsprüfung zählt zu den pharmazeutischen Tätigkeiten. Es sind darüber einwandfreie Aufzeichnungen durchzuführen betreffend Name der Substanz, Datum des Wareneingangs, Chargennummer, Prüfdatum, Haltbarkeit, Prüfvorschrift und Prüfergebnis, Name des Prüfers.

 

Bilderserie unten:

Beispiel einer nasschemischen Untersuchung von Salicylsäure (lat. Acidum salicylicum)

Beschreibung: feine, weiße,  nadelförmige Kristalle

Bild 1: In Wasser gelöste Salicylsäure (farblose, klare Lösung)

Bild 2: Nach Zugabe eines Tropfens der Eisen-III-chlorid-Lösung tritt eine tief violette Färbung auf, was laut Prüfvorschrift die eindeutige Identität bestätigt.

Bild 3: Der Vergleich – links die in Wasser gelöste Salicylsäure, rechts Färbung nach chemischer Reaktion.

 

 

FOLGE 42

23. Juli 2015

JOHANNISKRAUT - ARZNEIPFLANZE DES JAHRES (Hypericum perforatum)

von Irene Glabutschnig

 

Wie kaum eine andere Pflanze wird das Johanniskraut mit der Sonne assoziiert, deren  Kraft sie an den längsten Tagen des Jahres aufnimmt, speichert,und in den dunkleren Tagen des Jahres an uns Menschen abgibt. Der Hauptwirkstoff Hypericin ist nur in den Blüten enthalten aber die restliche Pflanze enthält auch viele wertvolle Wirkstoffe.

 

Das Johanniskraut bringt wärmende Sonnenstrahlen in depressive Gemüter. Das wusste schon Paracelsus im Mittelalter. Aber auch als Wundheilmittel – zur Behandlung und Nachbehandlung von scharfen und stumpfen Verletzungen, Myalgien (Muskelschmerzen) und Verbrennungen 1. Grades wird das rote Johanniskraut-Öl gerne verwendet.

 

Zugelassen und medizinisch belegt als:

Depressions-Mittel

Schon im Mittelalter wurde das Johanniskraut gegen Melancholie verwendet. Die intensive pharmakologische und klinische Forschung hat dazu geführt, dass Hypericum-Extrakte  zu den wichtigsten Arzneimitteln bei der Behandlung von leichten und mittelschweren Depressionen gehören.  Trockenextrakte werden in pflanzlichen Arzneimittel verarbeitet – eine positive Wirkung  tritt bereits nach 1-2 Wochen Einnahme ein. Wenn  jedoch bereits ein Anitdepressivum eingenommen wird, sollte aber zunächst immer eine Absprache mit dem Arzt erfolgen.

 

Volksmedizinische Verwendung:

Verdauungsorgane

Die verdauungsfördernde Wirkung des Johanniskrautes ist angesichts seiner Wirkungen auf das Nervensystem fast in Vergessenheit geraten. Doch das Johanniskraut stärkt Magen und Darm, lindert Entzündungen und hilft gegen Durchfall.

 

Frauenheilkunde

Auch gegen Frauenbeschwerden hat das Johanniskraut eine Menge zu bieten. Durch seine krampflösenden Eigenschaften lindert es Periodenkrämpfe. Es enthält mit Beta-Sitosterol auch einen östrogenähnlichen Stoff, mit dem es unregelmäßige Zyklen regeln und Wechseljahrsbeschwerden lindern kann. Da die Wechseljahre häufig auch von Depressionen begleitet werden, ist das Johanniskraut somit eine optimale Heilpflanze für diese wichtige Lebensphase.

 

Verwendung in der Homöopathie

als das homöopatische Mittel der Wahl für das zentrale und periphere Nervensystem, für frische Verletzungen mit Nervenbeschädigungen, Quetschungen, Brandwunden, Nervenverletzungen mit stechenden schießenden Schmerzen; Neuralgien im Rahmen von Verletzungen oder Operationen

bei Melancholie, Depressionen und Manie infolge von Arteriosklerose oder im Klimakterium; 

 

Äußerliche Anwendung

Man kann das Johanniskraut als Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Waschungen, Bädern und Umschlägen äußerlich anwenden. 

Am bekanntesten ist jedoch die äußerliche Anwendung des Johanniskrautes  als leuchtend rotes Johanniskraut-Öl (ein mit Olivenöl, Sonnenblumenöl oder Weizenkeimöl hergestellter Auszug)

 

ACHTUNG! Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Johanniskraut macht empfindlich gegen Sonneneinstrahlung (vor allem bei hellhäutigen Personen), es können sonnenbrandähnliche Reaktionen auftreten, das heißt  - Nicht vor Sonnenbädern einnehmen oder einreiben. Außerdem setzt Johanniskraut  die Wirkung von hormonellen Verhütungsmitteln (z.B. Pille) herab. Ebenso kann es zu Wirkungsabschwächungen von Immunsuppressiva, Zytostatika, Mittel zur HIV-Behandlung u.a. kommen.

 

 

Beim Zerreiben der Knospen tritt Hypericin aus („Blut des heiligen Johannes“):

 

FOLGE 41

25. Juni 2015

DIE NACHTKERZE - KÖNIGIN FÜR EINE NACHT

von Mag.a Daniela Hipfl

 

Sie blüht nur eine Nacht und einen halben Tag in leuchtender Schönheit – die Nachtkerze. Das macht sie zum Sinnbild der Vergänglichkeit.

 

Fernab vom üblichen Blührhythmus der Pflanzen öffnet die Nachtkerze ihre strahlend gelben Blüten erst in der Dämmerung und beginnt in der Dunkelheit zu leuchten. Es ist ein faszinierendes Spektakel, das man mit freiem Auge beobachten kann. Ab Mittag strecken sich die Blütenknospen rund zwei Zentimeter in die Länge. Durch das abnehmende Tageslicht und der Abkühlung in der Dämmerung beginnen sich dann die Blüten wie kleine Spiralen innerhalb von Minuten zu öffnen und bilden eine Art Windrad. Dann leuchtet die alte Heilpflanze in die ganze Nacht hinein und verströmt einen zarten, nach Vanille riechenden, süßen Duft, der Nachtfalter anlockt.

 

Die Nachtkerze (lat. Oenothera biennis) gehört in die Pflanzenfamilie der Nachtschattengewächse (Onagraceae). Volkstümlich trägt sie Namen wie Eierblume, Gewöhnliche/Gemeine Nachtkerze, Schinkenkraut, Nachtblume uva.

 

Die gelb blühende, rund 1 Meter hohe Pflanze liebt sonnige Standorte und ist sehr genügsam. Sie wächst auf leicht sandigen und steinigen Böden an Straßenrändern, Bahnlinien und Schutthalden. Im ersten Jahr bildet sie nur eine Blattrosette am Boden, erst im zweiten Jahr beginnt sie zu blühen. Die fleischigen Pfahlwurzeln wurden früher in Notzeiten als besonders nähr- und vitaminreiches Wurzelgemüse zubereitet. Im gekochten Zustand bekommen die Wurzeln eine rosige Farbe, weshalb man ihr den Volksnamen „Schinkenwurzel“ gab.

 

Die etwa 200 winzigen Samenkörner der Fruchtkapsel enthalten bis zu 25 % Öl, das besonders reich an ungesättigten Fettsäuren (Linolsäure, γ-Linolensäure) ist. Vor allem in der Naturkosmetik ist das Nachtkerzenöl ein wichtiger Inhaltsstoff. Es ist ein hervorragendes Hautpflegemittel für empfindliche und trockene Haut. Auch bei gesunder Haut ist es aufgrund seiner feuchtigkeitsbindenden Eigenschaften empfehlenswert. Dank seiner antiinflammatorischen Wirkung wird das Nachtkerzenöl gern bei entzündlichen Hauterkrankungen, wie Schuppenflechte und Neurodermitis eingesetzt. Juckreiz, Rötungen und Schuppungen werden positiv beeinflusst.

 

Zur innerlichen Anwendung, in Form von Kapseln, muss das kaltgepresste Nachtkerzenöl relativ hoch dosiert, über einen längeren Zeitraum von mindestens acht Wochen eingenommen werden, um eine Wirkung zu erzielen. Unterstützend wird es empfohlen bei Allergien und Neurodermitis sowie vorbeugend gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Hypertonie und Arteriosklerose. Zudem kann es begleitend bei rheumatischen Erkrankungen und Polyarthritis sowie bei erhöhten Cholesterinspiegeln und Wechsel- und Menstruationsbeschwerden angewendet werden.

 

FOLGE 40

16. Juni 2015

DIE RICHTIGE WAHL GEGEN PLAGEGEISTER - GELSEN ZECKEN UND CO

von Bibiana Habernig

 

Meistens "pirschen" sie sich unbemerkt heran und stechen zu. Als Erinnerung bleibt eine juckende, rote Stelle, die sich auch stark entzünden kann und bakteriell belastet ist. Vorbeugung ist angesagt. Außer Kleidung und Moskitonetze kommen Repellenzien mit entsprechenden Inhaltsstoffen zum Einsatz.

 

Helle Kleidung aus festem Stoff, die den ganzen Körper bedeckt, ist zur Mückenabwehr am besten geeignet. Moskitonetze an Fenstern montiert und über dem Bett schützen wirkungsvoll gegen die Blutsauger. Für Paddler und Wanderer stehen entsprechende Kopfnetze zur Verfügung. Die Maschenweite der Netze sollte  in den Tropen 1,2 Millimeter  und 2 Millimeter in Europa betragen. 

 

Für die einfachere Variante stehen verschiedene pflanzliche und synthetische Repellenzien zur Verfügung. Sie werden direkt auf die Haut gesprüht oder für eine dauerhafte Wirkung in die Kleidung eingearbeitet. Diese präparierten Kleidungsstücke sind vor allem für Malariagebiete interessant. Die Mücken orten ihre potentiellen Opfer über das mit der Atemluft abgegebene Kohlendioxyd. Nähern sie sich ihrem Opfer, entscheidet der individuelle Körpergeruch. Dieser ist ein Mix aus Duftstoffen, den Zersetzungsprozessen von Hautbakterien, Milchsäure, Ammoniak und Fettsäuren. Ein gesteigerter Knoblauchkonsum oder die Einnahme von Vitamin B1 zeigen keine Wirkung.

 

Zu den natürlichen Repellenzien gehören ätherische Öle, beispielsweise Lavendel, Eukalyptus, Litsea cubeba, Nelke. Der am besten wirkende Inhaltsstoff ist das Citridiol aus den chinesischen Zitronen-Eukalyptus. Es besitzt eine Wirkung von 4-6 Stunden und kann für Kinder ab einem Jahr verwendet werden. Alle ätherischen Öle entwickeln in Verbindung mit Sonneneinstrahlung Hautreizungen. Es ist nicht ratsam ein Repellent mit ätherischen Ölen während eines Sonnenbades zu verwenden. Kokosfett stellt eine gute Alternative zur Mückenabwehr bei Kleinkindern und empfindlichen Erwachsenen dar. 

 

Zu den synthetischen Repellenzien zählen DEET – Diethyltoluamid und Icaridin. Beide Wirkstoffe eignen sich bestens für Aufenthalte in den Tropen. Hier muss auf die Konzentration des Wirkstoffes geachtet werden. DEET kann, wenn es in den Organismus gelangt, Nerven schädigend wirken. Es reizt Haut und Schleimhaut, schädigt Kunststoffe in Textilien und Uhrbändern. Einen wirksamen Schutz in Mitteleuropa erreicht man bereits mit Zubereitungen unter 30% DEET Gehalt. DEET schützt kurzfristig gegen Zecken. Für die Tropen benötigt man eine 50% Lösung.  DEET ist für Kinder ab 10 Jahren geeignet. Hier sollte immer  Nutzen und  Risiko bewertet werden. In der Schwangerschaft und Stillzeit darf DEET nicht angewendet werden. 

 

ICARIDIN ist ein vergleichbarer Wirkstoff wie DEET, der die Duftwahrnehmung der Insekten irritiert. Die Vorteile von Icaridin sind eine geringere Hautreizung und es wird kaum über die Haut aufgenommen. Kunststoffe werden nicht angegriffen.  Icaridin ist bei uns in einer 10% - 20% Lösung im Handel. Diese kann bereits für Kinder ab 2 Jahren sparsam verwendet werden. Beide Stoffe wirken in hoher Konzentration gegen Zecken, wobei eine Kombination Icaridin mit Citridiol sinnvoll und wirksam ist. 

 

Die beiden Stoffe EBAAP – Ethyl-Butylacetylaminopropionat und DMP – Dimethylphtalat sind schwächer wirksam und zweiter für Kinder umstritten. Pyrethroide, die Abkömmlinge des pflanzlichen Pyrethrums , welches in verschiedenen Chrysanthemenarten vorkommt, finden Einsatz bei der Bekämpfung der malaraiübertragenden Anophelesmücke. Ganze Wände und Moskitonetze werden damit behandelt. Sie befinden sich auch in den meisten Insektensprays.

 

Kombinationen aus Sonnenschutz und Repellenzien sind nicht sinnvoll, da Sonnenschutzmittel die unerwünschte Aufnahme über die Haut steigern können! Es muss immer zuerst der Sonnenschutz aufgetragen werden. Nach 30 Minuten kann das Repellent folgen. Wird der Insektenschutz nicht mehr benötigt, muss die Haut mit Seife gereinigt werden. Auf die Verwendung von Verdampfungsgeräten und Insektenstecker sollte verzichtet werden!

 

Zusammenfassend ist zu sagen:

 

  • dauerhafte Anwendung soll vermieden werden

  • nicht auf empfindliche und geschädigte Haut auftragen

  • Armbeugentest für Allergiker empfehlenswert

  • so viel als nötig, so wenig als möglich!

FOLGE 39

1. Juni 2015

ACHTUNG, KINDER!

SICHERHEIT IM UMGANG MIT MEDIKAMENTEN

von Cornelia Veratschnig (In Ausbildung zur PKA.)

 

"Alle Ding‘ sind Gift und nichts ohn‘ Gift,

allein die Dosis macht, das ein Ding’ kein Gift ist."

(Paracelsus)

 

Selbstverständlich kamen schon vor und in Paracelsus' Zeiten Menschen mit Giften in Berührung, vor allem durch die Aufnahme von pflanzlichen und tierischen Produkten. Chemie und Technik sind aus unserem Alltag heute nicht mehr wegzudenken – die Gefahr für Vergiftungen ist dadurch um viele Facetten reicher geworden! Aber wie Paracelsus schon erkannt hat, kann nahezu jeder Stoff Gift für unseren Körper sein, vorausgesetzt, es wird eine entsprechende Menge konsumiert. Kinder sind hier besonders gefährdet! Aufgrund der geringeren Körpersubstanz reicht schon eine kleinere Menge für eine Vergiftung aus. Bei Säuglingen und Kleinkindern ist außerdem die Entgiftungszentrale des Körpers, die Leber, noch nicht voll entwickelt.

 

Für Sicherheit sorgen, Vergiftung vermeiden

Ein großer Teil der Vergiftungsfälle bei Kindern trifft Kinder bis zum 3. Lebensjahr. In diesem Alter erkunden die Kleinen ihre Umwelt sehr oft, indem sie etwas in den Mund nehmen. Viele Vergiftungsfälle ereignen sich im Beisein einer Aufsichtsperson, da nur ein kleiner unbeobachteter Moment schon ausreicht. Daher ist es wichtig solchen Situationen vorzubeugen und Medikamente (aber auch Haushaltschemikalien, Putzmittel etc.) außerhalb der Reichweite von Kindern zu lagern. Was eigentlich gesund machen soll, kann auch zu Vergiftungen führen: Medikamentenvergiftungen sind statistisch gesehen die häufigsten Vergiftungen bei Kleinkindern! Sind Medikamente frei zugänglich, kann z.B. eine Verwechslung mit Süßigkeiten kleinen Naschkatzen zum Verhängnis werden. Im Allgemeinen sind Vergiftungen mit Medikamenten sehr leicht zu vermeiden. Das Nachtkästchen oder die Handtasche sind keine geeigneten Aufbewahrungsorte für Medikamente, wenn Kinder im Haus sind! Seien Sie auch bei ihrer Reiseapotheke vorsichtig, wenn Kinder mit auf Reisen sind!

 

Auch bei der Entsorgung der Medikamente ist Vorsicht geboten! Abgelaufene oder nicht mehr benötigte Medikamente gehören nicht in den Restmüll! Ganz abgesehen von der Belastung der Umwelt könnten Kinder oder auch Tiere die Medikamente zu sich nehmen. Bitte bringen Sie Ihre Altmedikamente zu uns in die Apotheke – wir entsorgen sie gerne fachmännisch!

 

Vergiftung, was tun?

Sollte es zu einer Vergiftung durch Medikamente kommen, sollte man, wie bei allen Vergiftungen, die Nummer der Giftinformationszentrale (+43 1 406 43 43) wählen und den Anweisungen Folge leisten. 

 

 

FOLGE 38

15. Mai 2015

HEUSCHNUPFEN ALTERNATIV BEHANDELN

von Mag.a Astrid Thun

 

Sonne, Wonne - Heuschnupfen?

Die Frühlings- und Sommermonate sind für 15-20 % der österreichischen Bevölkerung trotz schönem Wetter und steigenden Temperaturen sehr belastend, da sie unter einer allergischen Rhinitis leiden. Verursacht unter anderem von Frühblühern, Gräser- und Roggenpollen trieft die Nase und tränen die Augen. Weitere Symptome sind ein angeschwollener Rachen, häufiger Niesreiz, trockener Husten und gesteigerte Müdigkeit durch eine übertriebene Reaktion des Immunsystems auf die Eiweißbestandteile der Pollen.

 

Bei Allergenkontakt beginnt der Körper den vermeintlichen „Feind“ zu bekämpfen und schüttet große Mengen an Histamin aus. Daher ist es für Betroffene wichtig, bei trockenem, windigem Wetter anstrengende Tätigkeiten im Freien zu vermeiden. Eine zusätzlich gute Möglichkeit die Pollenbelastung zu reduzieren, sind eine tägliche Nasenspülung und abendliches Haare waschen.

 

Möglichkeiten der Linderung:

Neben der klassischen Antihistaminika-Therapie haben sich in den letzten Jahren verschiedene natürliche Behandlungsmethoden etabliert wie z.B. Schüssler Salze, homöopathische Zubereitungen oder auch Präparate mit einem Spezial-Extrakt der Pflanze Astragalus membranaceus (Traganthwurzel). Mit der frühzeitigen Einnahme, das heißt zwei bis vier Wochen vor der Allergie-Saison, lassen sich die Beschwerden deutlich verringern. 

 

Die Hauptwirkstoffe der Traganthwurzel sind Polysaccharide und Triterpensaponine, die modulierend auf das Immunsystem wirken und die Freisetzung von Histamin herabsetzen. Während Traganth vor allem vorbeugend wirkt, lassen sich akute Symptome mit homöopathischen Arzneien lindern:

 

• Sabadilla officinalis oder Schoenocaulum officinale, der Läusesamen: Er hilft gut bei brennenden, rinnenden Augen und häufigem Niesreiz.

 

• Luffa operculata, eine Art des Luffa-Schwammes: hilft gegen Müdigkeit, bei rinnender und auch zugeschwollener Nase sowie Brennen in der Nase und im Rachen.

 

• Allium cepa, die Küchenzwiebel: Sie ist das wichtigste Mittel bei rinnenden Augen mit milder Tränenflüssigkeit und scharfem, wund machendem Nasensekret.

 

• Lobelia inflata, der indische Tabak: Er ist dann angebracht, wenn sich die Allergie in Form von trockenem Husten oder Kopfdruck zeigt.

 

Diese Arzneien werden zumeist in kombinierter Form eingenommen oder als Augentropfen und Nasensprays angewendet.

 

FOLGE 37

1. Mai 2015

UNSERE GESUNDHEIT LIEGT IM DARM

von Mag.a Daniela Hipfl

 

Für viele Menschen stellt der Darm lediglich eine Art Verdauungsschlauch dar,

dabei spielt er eine viel bedeutendere Rolle als man denkt.

 

Mit einer Länge von rund acht Metern und einer Oberfläche von  200 bis 300 Quadratmetern stellt er das größte Organ des Menschen dar. Die Schleimhaut des Darms ist in ringförmige Falten gelegt. Auf diesen Falten befinden sich fingerförmige Ausstülpungen, die sogenannten Darmzotten. Dadurch entsteht diese riesige Oberfläche, die größer als ein Tennisplatz ist.  

 

Im Laufe unseres Lebens schleusen wir rund 30 Tonnen Nahrung durch unseren Darm. Hier wird nicht nur der Großteil der Verdauung abgewickelt, sondern er birgt das höchst ausgebildete, körpereigene Abwehrsystem. Rund 80% der Immunzellen werden im Darm gebildet, die den Organismus vor schädlichen Bakterien, Viren und Pilzen schützen.

 

Der Dünndarm, der direkt am Magen anschließt, leistet die Hauptarbeit bei der Verdauung. Hier werden die Nahrungsbestandteile wie Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette von entsprechenden Enzymen zerlegt und gelangen schließlich ins Blut. Unverdautes bzw. schwer Verdauliches wird in den Dickdarm weitertransportiert, wo Billionen von Bakterien die Nahrungsreste durch Gärung und Fäulnis weiter aufspalten. Damit dieses System aber auch wirklich funktioniert, sind ausreichend aktive Bakterien in unserem Darm notwendig. Nützliche Bakterienstämme sind beispielsweise Bifidobakterien und Lactobazillen. Entscheidend ist, dass viele verschiedene Bakterienarten vorhanden sind, denn jeder Bakterienstamm hat seine eigene, spezifische Aufgabe. 

 

Rund 100 Billionen Bakterien leben auf und in unserem Körper und bilden das sogenannte Mikrobiom. Jeder Mensch trägt also eine Art riesige Wohngemeinschaft in sich, wobei die Zusammensetzung der Darmflora von Person zu Person variiert. Die Mikrobiota eines jeden Menschen ist also so individuell wie sein eigener Fingerabdruck. Ideale Basis für ein gesundes Leben ist die Besiedelung des Darms mit den „richtigen“ Bakterien. Gemeinsam sind diese in der Lage den Darm funktionsfähig und somit gesund zu erhalten und spielen bei der Aufnahme von Nährstoffen und Vitaminen eine entscheidende Rolle. Fehlt der Schutz der Darmschleimhaut durch diese gesunde Bakterienbesiedelung, so kann die Schleimhaut „löchrig“ werden. Es entsteht der sogenannte „leaky gut“. Dabei können Bakterien  und schädliche Stoffe aus der Nahrung durch die zerstörten Darmzellen hindurch in den Körper eindringen und unser Immunsystem schwächen. Zudem kann es folglich zu Verdauungsbeschwerden, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien und zahlreichen anderen Beschwerden kommen, die häufig auf den ersten Blick nicht mit dem Darm in Zusammenhang gebracht werden. 

 

In den letzten Jahren hat die Forschung jedoch erstaunliche Zusammenhänge zwischen der Darmflora und den unterschiedlichen Gesundheitsproblemen herausgefunden. Heute ist nachgewiesen, dass zahlreiche chronische Erkrankungen mit einer veränderten Zusammensetzung der Darmflora einhergehen. Dazu gehören beispielsweise auch Diabetes oder andere Stoffwechselerkrankungen, Hautprobleme, chronische Kopfschmerzen, aber auch psychische Beschwerden wie Depressionen und Burn out.

 

Von Probiotika, Präbiotika und Synbiotika

Probiotika sind Produkte mit gesunden, lebensfähigen Mikroorganismen, die – wenn man sie auch in ausreichender Menge zuführt - eine gesundheitsfördernde Wirkung auf den menschlichen Organismus, insbesondere auf den Darm haben, indem sie das Gleichgewicht der Mikroorganismen verbessern. Dadurch können sie unerwünschte krankheitserregende Keime verdrängen und so die Gesundheit positiv beeinflussen. In der Regel handelt es sich bei Probiotika um Milchsäurebakterien oder Bifidobakterien verschiedener Stämme (z.B. Lactobacillus casei, Bifidobacterium infantis, …).

 

 

Im Gegensatz dazu handelt es sich bei Präbiotika um unverdauliche Nahrungsmittelbestandteile, die den gesunden Darmbakterien ausschließlich als Nahrung dienen und so die spezifische Aktivität und das Wachstum der Bakterienstämme im Dickdarm stimulieren. So wird die gesunde Darmfunktion gestärkt und die Ausbreitung pathogener Keime verhindert. Zu den Präbiotika zählen Ballaststoffe, die auch in natürlichen Nahrungsmitteln vorkommen, wie beispielsweise Fructooligosaccharide, Inulin (Mehrfachzucker) oder Lactulose (Zweifachzucker). 

 

Die Kombination von Pro- und Präbiotika bezeichnet man als Synbiotika. Hier können sie sich gegenseitig in ihrer Wirkung unterstützen und auf diese Weise die Darmgesundheit fördern.

 

Was man als Darmberaterin so in einer Apotheke bieten kann und macht:

Verdauungsbeschwerden, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Blähungen, Verstopfung, (stressbedingter) Durchfall, 3-Monats-Koliken bei Babys, gastrointestinale Beschwerden aufgrund einer Antibiotika-Therapie, entzündliche Darmerkrankungen, Schlafstörungen, u.v.a. können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. 

 

Aufgabe eines Darmberaters ist es, durch entsprechende Fragestellungen mögliche Ursachen für die unterschiedlichen Beschwerdebilder herauszufinden und folglich aus einem Kontingent verschiedener Darmbakterien-Präparaten zu wählen, die eine vorliegende Dysbiose (Fehlbesiedelung des Darms), durch Förderung der Neubesiedelung des Darms mit gesunden Darmbakterien, wieder zu beheben versucht.

FOLGE 36

15. April 2015

"LICHT INS DUNKEL" - ODER: "LED" GEGEN DAS SHADES OF GREY-SYNDROM ;-)

von Dr. Herbert Fellner

 

Im Jahr 2013 – also gut ein Jahrzehnt nach Eröffnung der Apotheke – beschlich mich das Gefühl, an dem bereits grassierenden „Shades of Grey-Syndrom“ zu leiden: Bei Betreten des Verkaufsraumes hatte ich den Eindruck, alles leicht verschwommen zu sehen. Die Farben der Arzneimittelpackungen wirkten kaum leuchtend, sondern eher fahl. Mir schien, als betrachtete ich alles durch eine Art Schleier und führte das auf meine – altersbedingte – nachlassende Sehkraft zurück.

 

Als mir aber meine lieben Kolleginnen mitteilten, dass sie bei ihren Arbeiten auf Grund schlechter Lichtqualität Lese- und  Konzentrationsprobleme hätten, wuchs in mir das unstillbare Verlangen, diesem untragbaren Zustand ein Ende zu setzen. Beleuchtungsexperten erklärten mir, dass nach einem Jahrzehnt die „Lichtausbeute“ der Deckenleuchten um mindestens 20-30 % geringer ausfiele. Um meinen Mitarbeiterinnen bessere Arbeitsbedingungen und den KundInnen einen freundlicher wirkenden Verkaufsraum zu bieten – (auch auf die Gefahr hin, dass ab nun meine Falten besser ausgeleuchtet sind – wohl ein Grund dafür, dass ich so selten im Verkaufsraum anzutreffen bin) entschloss ich mich, die alten Deckenleuchten gegen neue LED-Leuchten (LED = lichtemittierende Diode) auszutauschen. 

 

Da die Lichtqualität entscheidende Auswirkungen auf den menschlichen Körper hat, wollte ich damit die Konzentrationsfähigkeit meiner Mitarbeiterinnen positiv beeinflussen. Gleichzeitig ging es mir darum, das Raumklima günstig zu beeinflussen,  weil die LED-Leuchten weniger Wärme abstrahlen. Das ist auch ein nicht zu unterschätzender Vorteil, weil ja die Apothekenbetriebsordnung für die Lagerung von Arzneimitteln eine Höchsttemperatur von 25 Grad Celsius vorschreibt (was ja heute trotz Klimaanlagen ein nicht immer leichtes Unterfangen darstellt). 

 

Ein Ausflug in die Chronobiologie

Um den Zusammenhang zwischen Licht und Konzentrationsfähigkeit näher zu erläutern, ein kleiner Ausflug in die Chronobiologie (chronos = griechisch und heißt „Zeit“). Tagsüber ist der Blauanteil des Lichtes hoch – Serotonin (auch als Glückshormon bekannt) wird vermehrt gebildet, Antriebsbereitschaft und Stimmungslage positiv beeinflusst – wir sind (die meisten von uns jedenfalls) – arbeitsbereit. Gegen Abend nimmt dieser Blauanteil ab, was in bestimmten Rezeptorzellen in der Zirbeldrüse (die sich im Zwischenhirn befindet) registriert wird und zum Umbau von Serotonin in Melatonin (eine Art Schlafhormon) führt. Der Organismus schaltet langsam vom Arbeitsmodus in den Ruhemodus um. Natürlich findet dieser biologische Vorgang auch jahreszeitlich bedingt während der Übergangszeiten und im Winter früher statt als im Sommer (wir sprechen hier von unseren Breitengraden). Damit kann sich jeder leicht vorstellen, dass dann nicht mehr ideale Arbeitsbedingungen herrschen, um Fehler zu vermeiden, die einem selbst und den Kunden eventuellen Schaden zufügen könnten. 

 

Nachhaltigkeit im richtigen Licht

Außerdem hat sich nach dem Austausch der Beleuchtungskörper auch für die Umwelt ein positiver Effekt ergeben: Es werden jährlich rund 9,8 Tonnen Kohlendioxid weniger produziert, was ja auch im Sinne unserer Apothekenphilosophie ist, nämlich nachhaltige Arbeit zu leisten.

 

Ich hoffe, dass dieser (humorvolle) Ausflug in die Welt des Lichtes – in diesem Fall am Arbeitsplatz – etwas erhellend war (auch wenn dieses Thema Bücher füllen könnte).  Zum Abschluss noch ein kurzer Hinweis: Alle Arbeiten, die am Computer oder iPad knapp vor dem Schlafengehen stattfinden, stören den Schlafrhythmus, da diese Geräte (so wie ein TV-Gerät) auf Grund eines hohen Blauanteiles das schlafanstoßende Melatonin zerstören!

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FOLGE 35

30. März 2015

ENTSCHLACKEN UND ABNEHMEN MIT SCHÜßLER SALZEN 

von Bibiana Habernig

 

Unser Organismus ist vielfältigen Umweltbelastungen ausgesetzt. Dazu zählen Abgase aus Verkehr, Konservierungs-, und Schönungsmittel der Nahrungsmittelindustrie, Zigarettenrauch, Arzneimittelabbauprodukte, Pestizide, Schwermetalle und energetische Belastungen am Schlafplatz. Umso wichtiger ist es, unseren Körper und hier vor allem die Leber als zentrales Stoffwechselorgan in ihrer Arbeit zu unterstützen. Schüßler Mineralstoffe zählen zu den bewährten Mitteln.

 

„Zell Basic“ ist eine Mischung aus Schüßler Salzen, die zum Entschlacken, für einen ausgewogenen Säure-Basen-Haushalt und zum Abnehmen zusammengestellt ist. Die Mischung von 14 Mineralstoffen fördert die Zell-und Bindegewebsreinigung, bindet freie Radikale und reguliert den Kohlenhydrat-, und Fettstoffwechsel. Gleichzeitig werden der Immunstoffwechsel und die Nierentätigkeit angeregt, sowie die Leber in ihrer wichtigen Aufgabe als zentrales Stoffwechselorgan unterstützt.

 

Liegen starke Stoffwechselbelastungen vor, die durch Einnahme von Medikamenten oder Amalgamfüllungen herrühren, empfiehlt sich mit dem Starter „Hepaxen“ zu beginnen. Diese spezielle Mischung von Schüßler Salzen wird zwei mal täglich eingenommen und bereitet den Organismus zur eigentlichen Entschlackungskur vor.

 

Eine Kur mit Zell Basic sollte 12 Wochen dauern. Begleitet wird die Kur mit entsprechenden Kräutermischungen zur Unterstützung der Leber und des Basenhaushaltes. Außerdem benötigt der Organismus den Vitamin B-Komplex, Zink, Selen, Acetylcystein und Alpha-Liponsäure um die gelösten Schadstoffe einer optimalen Ausscheidung zuführen zu können. Reaktionen bei Beginn der Einnahme von Zell Basic zeigen an, dass der Körper mit der Ausscheidung beginnt. Das sollte auf keinen Fall mit einem „Nicht vertragen“ verwechselt werden! Sie äußern sich in einem veränderten Ge- schmacksempfinden, schlecht riechenden Schweiß, Gelenksbeschwerden, Juckreiz und Sodbrennen. Der Körper beginnt intensiv zu arbeiten. Im Volksmund sagt man: „Es geht ans Eingemachte!“ Solche Wahrnehmungen erfordern zusätzliche Maßnahmen und sollten individuell an den Einzelnen an- gepasst werden. Richtige Beratung ist hier besonders wichtig! Die Einnahme der Pulvermischung erfolgt pur in den Mund. Man lässt es langsam zergehen, damit die Mineralstoffe über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Die Menge des Pulvers kann auch in 750 ml Wasser aufgelöst und schluckweise über den Tag verteilt eingenommen werden.

 

Basenbäder regen den Ausscheidungsprozess über die Haut zusätzlich an und entlasten den Organismus. Möglich sind Teilbäder oder Vollbäder, je nach Vertragen und Vorliebe. Auf Grund des basischen pH-Wertes des Badewassers wird der Körper veranlasst, Säure auszuscheiden. Während der Badedauer von mindestens 30 Minuten muss die Wasser temperatur auf 38 Grad gehalten werden – das heißt: Immer wieder heißes Wasser nachgeben. Der Körper fängt zu schwitzen an. Wichtig: Am Ende des Bades den Körper abduschen! Gönnen sie sich anschließend eine Ruhephase.

 

Diese Kur ist ein wahrer Jungbrunnen – gönnen sie ihrem Körper ein Frühlingserwachen!

 

TIPP: In den Kärntner Apotheken, und damit auch in unserer, findet am 15. April der „Kärntner Schüßler tag“ statt. Wir freuen uns über Ihren Besuch und beraten sie sehr gerne! Beachten Sie außerem den Gut- schein in unserer ZEITung FÜR GESUNDHEIT - dort finden Sie zusätzlich einen Artikel über die Antlitzanalyse!

 

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FOLGE 33+34

1. und 15. März 2015

DIE MISTEL

von Mag.a Tina Klemen

 

TEIL II:

Wie schon in Teil I (siehe unten) erwähnt, ist die Mistel heute eine gut untersuchte und sichere Heilpflanze. So hat die moderne Forschung in der seit dem 4. vorchristlichen Jahrhundert  verwendeten Pflanze eine Reihe von Inhaltstoffen gefunden:

 

  • Lektine (Proteine mit spezifischem Bindungsvermögen für bestimmte Zucker und Zelloberflächen)

  • Viscotoxine (aus 46 Aminosäuren aufgebaute Peptide)

  • Flavonoide, Phenylpropane, Lignane, Kaffeesäurederivate

  • Polysaccharide, Basische Proteine, Alkaloide

  • Biogene Amine wie z.B. Tyramin .

 

Von besonderem wissenschaftlichen Interesse und Gegenstand laufender Forschungen sind die Viscotoxine und Lektine.

 

In niedriger Konzentration injizierte Mistelzubereitungen (insbesondere die Lektine und Viscotoxine) zeigen immunstimulierende Effekte, bei höheren Konzentrationen überwiegen die zytotoxischen Antitumoraktivitäten. So können Mistelextrakte beispielsweise sowohl in Tumorzellen als auch in normalen Zellen einen gesteuerten Zelltod (sog. Apoptose) auslösen. Vor allem den Mistellektinen spricht man diese Wirkung zu. Tumorzellen, die sich schneller vermehren als gesunde Körperzellen, reagieren besonders empfindlich auf die Mistellektine. Daneben setzen diese aus Immunzellen bestimmte Botenstoffe (sog. Zytokine) frei – was normalerweise im Rahmen von Immunreaktionen passiert. Dadurch wird das komplexe Netzwerk des zellulären Immunsystems aktiviert, um Krebszellen zu eliminieren.

 

Heute nehmen über zwei Drittel der Krebspatienten neben der klinischen Behandlung zusätzlich auch komplementärmedizinische Therapien in Anspruch. Dabei sind Mistelextrakte die am häufigsten verordneten Medikamente. So werden Mistelpräparate vor Operationen, vor und neben Chemo- und Strahlentherapien eingesetzt. Oft werden Operationen dann besser überstanden und der Körper erholt sich rascher, die Nebenwirkungen von zytoreduktiven Therapien werden vermindert bzw. klingen schneller ab.

 

Die therapeutische Wirksamkeit der Misteltherapie für folgende Parameter konnte in zahlreichen Studien bestätigt werden:

 

  • Verbesserung der Lebensqualität

  • Nachlassen tumorbedingter Schmerzen bei Verminderung des Schmerzmittelverbrauchs

  • Appetitsteigerung und Gewichtszunahme

  • Steigerung der Leistungsfähigkeit

  • Verbesserung der Stimmungslage

  • Verminderung der Infektanfälligkeit

  • Linderung der Nebenwirkungen konventioneller Therapien 
    (Übelkeit, Erbrechen, Knochenmarkstoxizität, Immundepression)

 

 

TEIL I:

Der Tag, der kein Tag ist, verlangt einen Baum, der kein Baum ist;

von niedrigem und doch hohem Wuchs.

Wenn die bleichende Herbstkönigin ihre Blätter abwirft,

sprießen meine Blätter frisch an ihren Zweigen,

wenn der Wildapfel seine köstlichen Früchte abschüttelt,

reifen meine all-heylenden Früchte an seinen Zweigen,

denn hier leuchte ich weiß und grün - und woanders golden.

 

(Bardenlied, ca. 800 n. Chr)

 

Die Mistel ist eine seit Jahrtausenden bekannte und geschätzte Heilpflanze. Kaum einer anderen Pflanze wird von Heilkundigen aller Länder und Kulturen so eine Kraft und Wirkung zugesprochen. In früheren Jahren galt die Mistel als magisch (Drudenfuß, Hexenbesen, Heil aller Schäden,.....) und geradezu als Allheilmittel.

 

Heute noch wird sie in vielen Ländern zur Weihnachtzeit über Türschwellen gehängt, und wer sich darunter befindet, gerät vorübergehend in den magischen Einfluss der Pflanze. Hier dürfen sich dann sogar fremde Menschen küssen und das Haus wird vor Schaden bewahrt.

 

Besonders um diese Jahreszeit ist die Mistel häufig zu sehen, da die meisten Bäume, auf denen sie lebt, ihre Blätter verloren haben. Der Halbschmarotzer wächst in Kugelform und nimmt von seinen Wirtspflanzen Wasser und Nährstoffe auf. Die kugeligen Büsche können bis zu einem Meter Durchmesser erreichen und sind immergrün, als würde der Kreislauf der Jahreszeiten sie nichts angehen.

 

Medizinische Verwendung...

...findet die Mistel heute noch zur Behandlung von allerlei Beschwerden, wobei der Kaltauszug der Pflanze gegen Bluthochdruck besonders zu erwähnen ist. Weitere Anwendungsgebiete der Misteltherapie sind Wechseljahrbeschwerden sowie degenerative Gelenkentzündungen.

 

In der Homöopathie...

...verwendet man die frischen Sprosse und Früchte zur Behandlung von Erkrankungen des arteriellen Gefäßsystems, des Herzens, der Atemwege, der weiblichen Geschlechtsorgane und des Stütz- und Bewegungsapparates. Volksmedizinisch wurde Mistelkraut schon in alten Kräuterbüchern als Mittel gegen Geschwulste erwähnt.

 

In der komplementären Krebstherapie... 

...zählen Mistelpräparate zu den bekanntesten Medikamenten. Schon Rudolf Steiner sagte zu Beginn des vorigen Jahrhunderts, dass eine richtige Zubereitung  aus der Mistel das Messer des Chirurgen einst ersetzen können würde. Interessanterweise hat die moderne Forschung eine Reihe von Inhaltsstoffen in der Pflanze gefunden, die genau darauf hinweisen!

 

Als medizinisch bedeutsam gelten vor allem die enthaltenen Lektine und Viscotoxine. Diese haben eine zellzerstörende (d.h. zytotoxische) und eine das Immunsystem beeinflussende (d.h. immunmodulierende) Wirkung. Allerdings sind die in einem Mistel-Extrakt enthaltenen Inhaltsstoffe und deren Konzentration unterschiedlich: Entscheidend hierfür ist, auf welcher Art Baum die Misteln wachsen, wann man sie erntet und wie man sie verarbeitet.

 

 

FOLGE 32

16. Feber 2015

WISSENSWERTES ÜBER TEE-DROGEN

von Mag.a Alexandra Schier

 

Auch wenn mit Drogen in der Alltagssprache z.B. auch Suchtgifte gemeint sind, darum geht es hier selbstverständlich keineswegs. In der Fachsprache versteht man unter "Teedrogen" einfach verschiedene getrocknete Pflanzenteile (Blüten, Blätter, Kraut, Wurzel, Rinde uvm.) aus denen ein Tee durch Wasserextraktion (warm oder kalt) hergestellt wird. Die Teebereitung geht auf uralte Traditionen zurück, wobei am Anfang hauptsächlich das Wissen und die Erfahrungen von heilkundigen Personen eine Rolle spielten. 

 

Seit Jahrtausenden hat der Mensch zur Behandlung von Krankheiten und Beschwerden vorwiegend Pflanzen verwendet. Erst im 19. Jahrhundert isolierten Apotheker und Chemiker aus Pflanzen bestimmte Inhaltsstoffe, die dann in mehr oder weniger reiner Form zur Anwendung kamen. Heute gelten für viele pflanzliche Arzneimittel ebenso die Anforderungen bezüglich Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit, wie sie für synthetische Arzneistoffe gelten.

 

Auszüge aus Pflanzen sind immer Vielstoffgemische. Erst vor ungefähr 150 Jahren begann sich die Wissenschaft mit den Inhaltstoffen von Pflanzenteilen auseinanderzusetzten. Heute ist es so, dass bei vielen Teedrogen die Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen ist, manche Anwendungen gehen allerdings nur auf alte Traditionen und volksmedizinische Anwendungen zurück. Mit Fortschritt der Wissenschaft ergab sich aber die Notwendigkeit, von der Empirie abzuweichen und die Erforschung der wirksamen Inhaltsstoffe voranzubringen. Durch die Untersuchung der Wirkung und Wirksamkeit bestimmter Inhaltsstoffe sind heute gesicherte Indikationen bekannt. Durch intensives Forschen weiß man heute auch, dass zumeist nicht einzelne Inhaltsstoffe für die gewünschte Wirkung verantwortlich sind, sondern sich diese oft durch das Zusammenwirken mehrerer Bestandteile ergeben. Dies trifft zum Beispiel für Johanniskraut, Kamille, Weißdorn und noch viele andere Teedrogen zu.

 

Teedrogen haben auch heute noch ihren wohlverdienten Platz in der Hausmedizin und leisten uns gute Dienste bei der Behandlung von leichten Erkrankungen. Hier werden die wässrigen Auszüge aber nicht nur zum Trinken gebraucht, oft benutzt man sie auch als Umschläge oder Zusätze zum Badewasser.

Viele Teedrogen werden vom Handel grob bis feingeschnitten angeboten. Selbst die Schnittformen sind charakteristisch: der Quadratschnitt ist für Blätter, der Würfelschnitt für Wurzeln, Rinden und Hölzer typisch. Samen und Früchte hingegen werden meist unzerkleinert als Ganzes gehandelt. Ganzdrogen sollten vor der Teebereitung gequetscht werden. Generell kann gesagt werden, dass der Zerkleinerungsgrad bei der Teezubereitung ein wichtiger Punkt ist, da dieser die Wirkstofffreisetzung maßgeblich beeinflusst.

 

Viele Teedrogen werden für sich alleine, unvermischt gebraucht – als Beispiele dienen Kamillenblüte, Pfefferminzblätter,  Melissenblätter oder auch Lindenblüten.  Häufig sind Teedrogen aber Bestandteile von Teemischungen, in denen manche zur Geschmackskorrektur, als Füllstoff oder für ein schöneres Aussehen beigefügt werden.

 

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FOLGE 31

1. Feber 2015

Verträgt sich das? Wechselwirkungen zwischen Arznei- und Nahrungsmitteln

TEIL II

von Mag.a Daniela Hipfl

 

Kaffee, schwarzer und grüner Tee

Die in Kaffee und schwarzen bzw. grünen Tee enthaltenen Gerbstoffe bilden mit zahlreichen Arzneimitteln, wie z.B. Antidepressiva oder auch Eisenpräparate, schwerlösliche Komplexe, wodurch die Resorption des Arzneistoffs behindert und damit die Wirkung reduziert wird.

 

Tyramin-reiche Lebensmittel

Tyramin ist das Abbauprodukt der Aminosäure L-Tyrosin, die sich in unterschiedlichem Ausmaß in Protein-haltigen Lebensmitteln findet. Durch längere Lagerung dieser Nahrungsmittel, Trocknen oder durch Fermentationsprozesse wird L-Tyrosin zu Tyramin abgebaut. Abhängig vom L-Tyrosin-Gehalt variiert somit auch die enthaltene Menge an Tyramin. Besonders Tyramin-reich sind Lebensmittel wie Käse und Joghurt, Salami, Rotwein, Schokolade und Trockenfrüchte.

Im Körper wirkt Tyramin als indirektes Sympathomimetikum. Durch eine verstärkte Freisetzung von Noradrenalin kommt es schließlich zu einer Erhöhung des Blutdruckes und der Herzfrequenz.

In der Regel wird Tyramin durch die beiden Enzyme Monoaminoxidase (MAO) A und B im Körper rasch abgebaut, sodass im Normalfall die Tyramin-Aufnahme mit der Nahrung kein Problem darstellt.

MAO-Hemmer, welche zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden, verhindern jedoch den Abbau der Amine. Dadurch kann es aufgrund der erhöhten Tyramin-Konzentration zu einem massiven Blutdruckanstieg bis hin zu lebensbedrohlichen hypertensiven Krisen kommen. Deshalb ist besonders bei der Therapie mit MAO-Hemmern auf eine strenge Tyramin-arme Ernährung zu achten.

 

Goji-Beeren

Goji-Beeren, auch Bocksdornfrüchte genannt, werden vor allem in der chinesischen Küche und in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt zur Unterstützung des Immunsystems, aber auch zur Behandlung von Erschöpfungszuständen, Müdigkeit, vorzeitigem Altern uvm.

Seit einiger Zeit finden diese Trockenfrüchte auch in unseren Breiten zunehmend Anwendung, wodurch sich ein neues Wechselwirkungsrisiko mit Vitamin-K-Antagonisten (wie Phenprocoumon – Marcoumar®) zeigt. Der Mechanismus der Interaktion ist noch nicht geklärt. Aufgrund einer Wirkungsverstärkung der Antikoagulantien und einer damit verbundenen erhöhten Blutungsneigung sollte daher auf den Konsum von Produkten mit Goji-Beeren (auch Lebensmittel wie Marmeladen) verzichtet werden.

 

Ballaststoff-reiche Nahrung

Über unspezifische Absorptionseffekte kann eine ballaststoffreiche Nahrung die Bioverfügbarkeit von verschiedenen Arzneistoffen reduzieren. Betroffen davon ist vor allem das Schilddrüsenhormon L-Tyroxin, weshalb hier unbedingt auf eine Nüchterneinnahme, d.h. 30 Minuten vor dem Frühstück mit einem Glas Leitungswasser, zu achten ist.

 

Vitamin-K-reiches Gemüse

Eine Wechselwirkung zwischen Vitamin-K-reichem Gemüse und Vitamin-K-Antagonisten (Phenprocoumon – Marcoumar®) wäre theoretisch möglich, ist in der Praxis jedoch kaum relevant. Die Wirkungsaufhebung des Vitamin-K-Antagonismus der Antikoagulantien durch Gemüse wie Kopfsalat, Kohl, Brokkoli oder Hülsenfrüchte wäre erst bei sehr einseitiger Ernährung und Verzehr großer Mengen von Bedeutung. Grundsätzlich sollte auf eine ausgewogene Vollkost geachtet werden, die durchaus die oben genannten Gemüsearten enthält. Zudem würden durch regelmäßige INR-Bestimmungen mögliche Effekte auf die Blutgerinnung sichtbar und könnten durch entsprechende Dosisanpassung kompensiert werden.

 

Lakritze

Die bekannte und beliebte Süßigkeit Lakritze, auch Süßholz genannt, besteht aus dem eingedickten Extrakt der Wurzeln des Süßholzstrauchs und ist je nach Zutaten in verschiedenen Variationen erhältlich.

Traditionell wird Lakritze bei Husten und Magenleiden eingesetzt. Grundsätzlich sollte sie aber nur in Maßen genossen werden. Glycyrrhizinsäure, einer der Hauptinhaltsstoffe, führt zu einer Störung im  Elektrolythaushalt wodurch es zu Blutdruckanstieg, Kopfschmerzen, Muskelschwäche und Ödemen kommen kann.

Aufgrund der Kalium-ausschwemmenden Wirkung kann Lakritze die Wirkung von Diuretika verstärken.

Sicherheitshalber sollten Risikogruppen wie Diabetiker, Hypertoniker oder Schwangere auf einen regelmäßigen (täglichen!) Verzehr größerer Menge Lakritze (> 50 g/ Tag) verzichten. Ein gelegentlicher Konsum ist aber auch für diese Personen unbedenklich. Zudem geht das weitaus größere Gesundheitsrisiko vom hohen Zuckergehalt aus.

 

Tipps zur Einnahme von Arzneimittel

Medikamente sollten immer in aufrechter Körperhaltung mit ausreichend Flüssigkeit (mind. 150 ml) eingenommen werden. Grundsätzlich gilt reines Leitungswasser als DIE Einnahme-Flüssigkeit zur Arzneimitteltherapie. Lediglich wenige Ausnahmen werden durch den Konsum von Milch oder fettreichen Speisen besser resorbiert. Hinsichtlich Einnahme-Empfehlungen unterscheidet man zwischen  Nüchtern-Einnahme und der Einnahme  vor, zum oder nach dem Essen.

 

Nüchtern-Einnahme:

mindestens ½ - 1 Stunde vor dem Frühstück oder in mindestens 2-stündigem Abstand zu einer Mahlzeit

Einnahme vor dem Essen:

30 bis 60 Minuten vor der Mahlzeit

Einnahme während oder zum Essen:

Einnahme innerhalb von fünf Minuten nach der Mahlzeit bzw. mit dem ersten Bissen.

 

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FOLGE 29

Jahreswechsel 2014/2015

Entschlacken - den Körper wieder ins Gleichgewicht bringen

von Mag.a Astrid Thun

 

Gerade an den Weihnachtsfeiertagen und zu Silvester gehören gutes Essen und Trinken zum gemütlichen Zusammensein mit Freunden und Verwandten einfach dazu. Anschließend stellen sich dann oft Beschwerden wie Sodbrennen, Magendrücken, Koliken oder Wasseransammlungen im Gewebe ein.

 

Kein Wunder, denn immer wenn wir „gut“ essen, tun wir unserem Körper wenig Gutes. Die traditionelle Küche enthält zu viele tierisches Eiweiß und tierische Fette, meist nur weißes Mehl und Zucker.

 

Auch die Getränke sind oft zucker- oder alkoholhaltig und ein guter Kaffee darf auch nicht fehlen. Beim Verstoffwechseln dieser Nahrungsbestandteile entstehen Säuren, die wir neutralisieren und ausscheiden müssen. Ist der Körper nicht dazu in der Lage, die Säuren ausreichend auszuscheiden, sammeln sich diese vorwiegend im Bindegewebe an. Dieses wird weniger durchlässig für Nährstoffe und es bilden sich leichter Entzündungsherde. Dann treten Gelenksschmerzen, Gicht, Weichteilrheumatismus oder Ödeme auf.

 

Um solche Spätfolgen zu verhindern, lohnt es sich, nach Zeiten des „Sündigens“ bewusst basisch wirkende Lebensmittel zuzuführen und den Körper mit ausreichend Frischluft zu versorgen.

 

Zusätzlich lässt sich der Entsäurungsprozeß gut durch Basenpulver, basische Bäder, Stoffwechseltees und homöopathische Arzneien unterstützen.

 

Wer gerne Süßes und Gebäck aus weißem Mehl isst, sollte gut mit B-Vitaminen versorgt sein, denn nur dann entstehen beim Abbau der Kohlenhydrate möglichst wenig Säuren.

 

Basen bildende Lebensmittel:

Kohlgemüse, Kartoffel, Pilze, Sprossen und Keimlinge, Salate, Zitrusfrüchte, Ananas, Samen und Kräuter

 

Säure bildende Lebensmittel:

Fleisch, Milchprodukte, Limonaden, Fertigprodukte, Kaffee, Getreideprodukte aus weißem Mehl, Zucker und Alkohol

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FOLGE 30

16. Jänner 2015

Verträgt sich das? Wechselwirkungen zwischen Arznei- und Nahrungsmitteln

von Mag.a Daniela Hipfl

 

Nicht nur Arzneimittel selbst sind in der Lage sich gegenseitig in ihrer Wirkung zu beeinflussen, auch Nahrungsmittel können dabei einen wesentlichen Einflussfaktor darstellen. Die Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Lebensmittel sind sehr komplex. Meist beschränkt sich der Blick nur hinsichtlich der Einnahme vor, nach oder zum Essen, jedoch kann es, unabhängig vom Einnahmezeitpunkt, zwischen Nahrungsmitteln und Arzneien zu problematischen Interaktionen und damit verbundenen unerwünschten Wirkungen kommen.

 

Grundsätzlich sind verschiedene Faktoren für die Wechselwirkung zwischen Arzneimittel und Lebensmittel verantwortlich. Doch nicht nur die Nahrung selbst hat Auswirkungen auf die Arzneimittelwirkung, sondern auch umgekehrt können Medikamente beispielsweise den Appetit, die Motilität von Magen und Darm oder diverse Stoffwechselvorgänge beeinflussen.

 

Sowohl die Art und die Zusammensetzung der Nahrung als auch der Füllungszustand des Magens sind wesentliche Einflussfaktoren. So kann es durchaus zu einem schnelleren Wirkungseintritt und zu einer besseren Wirkstoffaufnahme kommen, wenn Medikamente auf leeren anstatt auf einen gefüllten Magen eingenommen werden. Jedoch gibt es auch immer wieder Substanzen, die in Kombination mit einer Mahlzeit besser resorbiert werden.

 

Neben unspezifischen Nahrungseffekten gibt es unter anderem auch spezifische Interaktionen zwischen einzelnen Wirkstoffen und bestimmten Lebensmitteln.

 

Grapefruitsaft

Klinisch überaus relevant und auch bekannt ist die Wechselwirkung von Grapefruitsaft mit zahlreichen Wirkstoffen. Der Haupteffekt besteht in der irreversiblen Hemmung von Enzymen, die Arzneistoffe abbauen. Da dadurch weniger Arzneistoff als üblich verstoffwechselt und ausgeschieden wird, reichert sich dieser im Blut an. Es kommt zu einem Anstieg der Bioverfügbarkeit mit dem Risiko vermehrter und verstärkter unerwünschten Wirkungen bestimmter Medikamente. Dieser Effekt ist bereits kurz nach Verzehr von Grapefruit-haltigen Lebensmittel (z.B, 200 ml Saft) vollständig ausgeprägt und hält zudem bis zu drei Tage an.

 

Von dieser Interaktion betroffen sind unter anderem die bekannte Gruppe der Cholesterinsenker, die Statine. Bei gleichzeitiger Einnahme von beispielsweise Simvastatin mit Grapefruitsaft kann dessen Wirkung bis ums 13-Fache erhöht werden!

 

Aber auch Blutdruck-Medikamente, wie Calciumkanal-Blocker (Diltiazem, Verapamil, Nifedipin, u.a.), Phosphodiesterasehemmer (Sildenadil - Viagra®), bestimmte Psychopharmaka und Antiepileptika u.a. sind von dieser Wechselwirkung betroffen.

 

Aus diesem Grund sollte bei Einnahme solcher Pharmaka generell auf sämtliche Grapefruit-haltige Lebensmittel verzichtet werden.

 

Milch und Milchprodukte

Milch und Milchprodukte enthalten Calcium, ein Mineralstoff, der besonders für die Knochen wichtig ist. Jedoch kann es bei gleichzeitiger Einnahme mit Medikamenten zu einer sogenannten Chelat-Bildung kommen.

 

Das heißt, es werden schwerlöslich Verbindungen zwischen Calcium und dem Wirkstoff gebildet, wodurch die Resorption und damit die Wirkung des Arzneistoffs reduziert werden. Betroffen davon sind beispielsweise bestimmte  Antibiotika sowie Medikamente zur Behandlung von Osteoporose, sie sogenannten Bisphosphonate. Somit sollte im Sinne der Arzneimittelsicherheit ein zeitlicher Abstand zur Medikamenteneinnahme und dem Milchproduktenkonsum eingehalten werden

Zudem sollte außerdem auch auf die Einnahme mit Mineralwasser verzichtet werden.

 

Alkohol

Wer Medikamente einnimmt, sollte generell auf Alkohol verzichten, führt dieser doch aufgrund substanzspezifischer Effekte zu einer Verstärkung der Wirkung von Arzneimittel. Der Grund liegt darin, dass sowohl Alkohol als auch viele Arzneimittel über die Leber verstoffwechselt werden.

 

Ist die Leber aber mit der Verstoffwechselung von Alkohol beschäftigt, so kann der Wirkstoff nicht mehr richtig abgebaut werden. Dies führt somit zu einer höheren Arzneistoff-Konzentration und einer damit verbundenen verstärkten bzw. verlängerten Wirkung. Zudem erhöht sich wesentlich die Nebenwirkungsrate, wie Schwindel, Hypotonie, gastrointestinale Blutungen, verstärkte sedierende Effekte und viele andere UAW. Bekannt ist vor allem auch der hepatotoxische Effekt von Alkohol, u. a. bei Paracetamol. Grundsätzlich ist von jeglichem Alkoholkonsum unter einer Arzneimitteltherapie abzuraten.

 

 

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FOLGE 28

16. Dezember 2014

 

Gold wirkt auf die wichtigsten biologischen Funktionen des Körpers. Es setzt auf Zellebene an, sorgt als starkes Antioxidans für den Schutz und die Funktionstüchtigkeit der Zellen. Außerdem hat es die Eigenschaft, die elektrische Reizweiterleitung zwischen den Zellen zu verstärken. Auf diese Weise löst Gold Blockaden und kurbelt die körpereigenen Reparatursysteme an.

 

Kolloidales Gold kann die mentale Entwicklung fördern. Es wird außerdem gerne zur Beruhigung für die Nerven und die Psyche, Schlafstörungen und bei Suchtproblemen eingesetzt.

 

Weihrauch

Weihrauch, auch Olibanum genannt, wird aus dem Harz des Weihrauchbaumes (Boswellia sacra) gewonnen. Dieser gehört zur Familie der Balsambaumgewächse. Einkerbungen im Stamm führen dazu, dass Harz austritt, welches an der Luft erhärtet. Diese Harztropfen werden dann geerntet.

 

Schon seit über 3000 Jahren wird Weihrauch gegen entzündliche Erkrankungen eingesetzt. Auch in der Antike war Weihrauch als schmerzlinderndes und entzündungshemmendes Heilmittel beliebt. Das Harz wurde bei Erkrankungen der Atemwege, zum Desinfizieren von Wunden und zur Blutstillung verwendet. Außerdem gehörte Weihrauch im Altertum zu den kostbarsten Handelsgütern. Die Ägypter bezeichneten die Weihrauchperlen als "Schweiß der Götter“ und verwendeten sie auch bei der Mumifizierung.

 

Weihrauch besteht unter anderem aus Boswelliasäure, welche entzündungshemmende Eigenschaften besitzt, und ätherischen Ölen. Weihrauch riecht schwach, streut man ihn allerdings auf glühende Kohlen riecht er angenehm würzig.

 

Cremen und Gels, die Weihrauch enthalten wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend. Manche sollen auch gegen Neurodermitis und Schuppenflechte Linderung bringen. Patienten mit rheumatischen Beschwerden oder Entzündungen greifen häufig auf Weihrauchkapseln zurück. Ein akut schmerzstillender Effekt ist nicht zu erwarten, allerdings werden Gelenksschwellungen- und schmerzen reduziert. Außerdem verbessern sich Morgensteifigkeit und Allgemeinbefinden. Auch die Entzündungswerte im Blut sinken. Aus diesem Grund sind auch entzündliche Lungenleiden (etwa Bronchitis), aber auch Zahnfleischentzündungen Einsatzgebiete von Weihrauchkapseln.

 

Wichtig ist, dass man mit der Einnahme schon frühzeitig beginnt um einen günstigen Langzeiteffekt zu erzielen. Die Daueranwendung von Weihrauchpräperaten ist unproblematisch.

 

Myrrhe

Myrrhenharz wird aus dem Harz von Sträuchern oder kleinen Bäumen (Commiphora molmol) gewonnen, die auch zu den Balsambaumgewächsen gehören. Myrrhe ist dunkelorangebraun und unregelmäßig geformt. Wie der Weihrauch, zählte auch die Myrrhe im Altertum zu den wertvollsten Gütern, über die in griechischen, römischen und chinesischen Texten wie auch in Sanskrit-Texten nachgelesen werden kann.

 

Myrrhe kommt heute noch als Myrrhentinktur zum Einsatz. Sie wirkt desinfizierend, schmerzstillend, desodorierend und fördern die Wundheilung bei entzündlichen Erkrankungen der Mund- und Rachenhöhle. Angewendet wird sie in Form von Spülungen und Pinselungen.

 

Myrrhe ist in einigen Zahnpasten und Gurgelwässern enthalten. Grund ist der zusammenziehende, entzündungshemmende, desinfizierende und heilende Effekt. Myrrhe wirkt aber auch antiviral und antibakteriell, bekämpft also bis zu einem gewissen Grad auch Viren und Bakterien.

 

 

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Weihrauch, Myrrhe und Gold

von Cornelia Veratschnig

 

"Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar."

Mt. 2,11

 

 

Aber Gold Weihrauch und Myrrhe sind nicht nur die Gaben der heiligen drei Könige an das Jesuskind. Hinter diesen drei besonderen Gaben verbirgt sich viel mehr.

 

Gold

Aus Goldgefäßen zu trinken (wobei kleine Mengen an Goldkolloiden entstehen) war früher nur Königen, Priestern und sehr reichen Leuten vorbehalten. Kolloidales Gold wird durch ein schonendes elektrochemisches Verfahren aus reinem Gold gewonnen. Anschließend wird es noch stabilisiert. Kolloidales Gold sind quasi elektrisch geladene Goldpartikel in destilliertem Wasser.

FOLGE 27

1. Dezember 2014

DMS - die Natur als Vorbild

von Maria Fellner

 

In meinem vorangegangenen Blog habe ich über die DMS – Creme Grundlagen geschrieben. Diesmal möchte ich einige Wirkstoffkonzentrate ansprechen, die entweder pur oder in die entsprechende Basis Creme gemischt, auf die Haut aufgetragen werden können.

 

Nehmen wir z.B. KIGELIA-LIPOSOMEN-KONZENTRAT, der Neuzugang bei den DMS Wirkstoffkonzentraten. Kigelia wird aus der Frucht des Afrikanischen Leberwurstbaumes gewonnen und dient der Pflege und Straffung sensibler und zarter Haut, wie der Brust und des Dekolletés sowie der empfindlichen Augenpartie. So manche afrikanische Stammesfrau verwendet die Frucht des Leberwurstbaumes seit vielen Generationen als Anti-Falten-Mittel.

 

MÄUSEDORNEXTRAKT

ein hervorragender Pflanzenauszug zur Stabilisierung der feinen Blutgefäße. Rosacea und Couperose zählen zu den wichtigsten Anwendungsgebieten.

 

BOSWELLIA  (Weihrauch) 

Nanopartikel finden sowohl bei Couperose und Rosacea ihr Einsatzgebiet, als auch bei Akne oder Perioraler Dermatitis. In Nanopartikel verkapseltes Boswellia-Harz wird zur unterstützenden Pflege bei entzündlichen Hautveränderungen und aktinischen Keratosen verwendet.

 

So gibt es für die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Haut verschiedenste Wirkstoffkonzentrate, die gezielt eingesetzt werden können.

 

Unterstützt von Fertigpräparaten wie

  • Reinigungsmilch – bei trockener Hautveränderung

  • Reinigungsgel – bei Mischhaut bis öliger Haut

  • Augengel – wirkt leicht abschwellend

  • Augencreme – pflegend, straffend

  • Peelingcreme – zur Intensivreinigung, abschilfernd

  • Novrithencreme – für trockene und gereizte Haut, Neurodermitiker

  • Gesichtslotion M – mit Feuchthaltekomponenten, zur Erfrischung der Haut und Straffung des Bindegewebes

  • Sonnenschutzcreme LSF 30 – schützen und pflegen zugleich, ist wie eine Tagescreme anzuwenden.

können negative Hautzustände hervorragend verbessert werden.

 

Um auf Ihr spezielles Hautproblem eingehen zu können, melden Sie sich zu einer Hautanalyse mittels Computer, ich stelle Ihnen gerne Ihre ganz persönliche DMS-Pflegeserie zusammen.

 

 

FOLGE 26

16. November 2014

Akute Durchfallerkrankungen - ein Fall für die Selbstmedikation?

von Dr. Herbert Fellner

 

Über 90% der Durchfallerkrankungen sind infektiös bedingt. Hauptverursacher sind Bakterien und Viren, wobei Bakterien vorwiegend im Sommer, Viren vermehrt im Winter als Auslöser auftreten.

 

Wann liegt Durchfall vor:

Erhöhte Stuhlfrequenz: mehr als drei Stuhlgänge  pro Tag.

Erniedrigte Konsistenz: weicher, ungeformter oder wässriger Stuhl.

Chronische Durchfälle: dauern länger als zwei Wochen. Da die Ursachen vielfältiger Natur sind ist eine ärztliche Abklärung notwendig.

 

Weitere Fälle für den Arzt und nicht unbedingt für Selbstmediakation geeignet:

  • Säuglinge und Kleinkinder unter zwei Jahren

  • Ältere Patienten über 65

  • Patienten mit schweren Grunderkrankungen (wie z.B. Diabetes)

  • Schwangere oder Stillende

  • Wenn Flüssigkeitsverluste auftreten, die mehr als fünf Prozent des Körpergewichtes ausmachen

  • Fieber über 39°C , Blut im Stuhl

  • Durchfälle nach Aufenthalten in Risikoländern.

 

Ansonsten sind Durchfallerkrankungen ungefährlich und klingen nach zwei bis drei Tagen von selbst ab. Oft reicht es, die Trinkmenge zu erhöhen (z.B. Kamillen- oder Pfefferminztee), Ungeeignet sind unverdünnte Fruchtsäfte und Cola.  Diät wird heute nicht mehr empfohlen, wobei auf zucker- und fettreiche Nahrungsmittel vermieden werden sollten.

 

Therapie der 1. Wahl: Orale Rehydratation

Wichtigste Maßnahme ist der Ausgleich des Wasser- und Elektrolytverlusts. Ist wegen Erbrechens die orale Flüssigkeitszufuhr nicht möglich, müssen Wasser und Elektrolyte intravenös verabreicht werden. Fertige Elektrolytmischungen zum Auflösen gibt es in der Apotheke. Dann ist auch gewährleistet, dass die wichtigen Elektrolyte Natrium, Kalium und Chlorid bereits in passender Dosierung und entsprechendem Verhältnis vorliegen.

 

Motilitätshemmer

Das Opioid Loperamid steht für die Selbstmedikation zur Verfügung. Loperamid verlängert die Darmpassagezeit und hemmt die Wassersekretion in den Darm. Dadurch wird die Stuhlfrequenz gesenkt und die Dauer des Durchfalls verkürzt. Die Anwendung zur Selbstmedikation ist für Erwachsene und Jugendliche über zwölf Jahren möglich. Bei schweren Verlaufsformen mit blutigem Stuhl und Fieber ist die Anwendung nicht geeignet. Denn durch die Motilitätshemmung des Darms wird die Erregerausscheidung eingeschränkt und das Eindringen von keimen begünstigt.

Somit ist Loperamid das Mittel der Wahl bei Reise-assoziierten Durchfällen oder in Situationen, wo eine Durchfallerkrankung mit dem Alltag nicht vereinbar ist. Die Selbstmedikation ist auf eine Anwendungsdauer von zwei Tagen beschränkt.

 

Probiotika

Probiotika sind lebende, apathogene Mikroorganismen. Zur Wirkung kommen sie, wenn sie in ausreichender Menge verabreicht werden. Sie werden sowohl zur Therapie als auch Prophylaxe von Durchfallerkrankungen eingesetzt.

Wirkungsmechanismus:

Modulation des Immunsystems im Darm

Stärkung der natürlichen Barrierefunktion des Darms

Produktion von Substanzen, die pathogene Keime bekämpfen

Lokale Änderung  des Säuremilieus im Darm, die die Vermehrung pathogener Keime erschwert.

 

Es gibt eine Vielzahl von Präparaten mit unterschiedlichen Keimen. Für Lactobacillus rhamnosus GG (Bakterium) und Saccharomyces boulardii (Pilzart) konnte die Wirksamkeit in mehreren kontrollierten Stidien gezeigt werden. Sie verkürzen die Durchfalldauer im Schnitt um einen Tag .

 

Zusatzoptionen

Verabreichung von gerbstoffhaltigen Drogenextrakten (z.B. Heidelbeer- und Brombeerblätter, Heidelbeeren getrocknet) soll aufgrund ihrer Eiweiß- fällenden Wirkung die Darmschleimhaut abdichten und den Flüssigkeitsverlust  reduzieren .

 

FOLGE 25

1. November 2014

QMS - Qualitätsmanagemensystem in der Apotheke

von Mag.a Alexandra Schier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Instrument der Qualitätssicherung  der von uns erbrachten Leistungen haben wir uns schon vor 5 Jahren dazu entschlossen, in der Apotheke ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) einzuführen, obwohl es in Österreich für Apotheken bis heute noch nicht verpflichtend vorgeschrieben ist!

 

Für jeden Arbeitsbereich gibt es im Rahmen dieser Qualitätssicherung bei uns nun für alle Mitarbeiter verpflichtende Arbeitsanweisungen, um definierte Qualitätsziele zu erreichen. Sinn des QMS ist es u. a. die Sicherheit der Arzneimittel wie auch der Arzneimitteltherapie zu erhöhen (Herstellung, Prüfung, Lagerung, ausreichende Beratung) sowie Arbeitsabläufe im Backoffice Bereich effizient und für alle MitarbeiterInnen klar nachvollziehbar zu gestalten. Tritt ein neuer Mitarbeiter oder eine neue Mitarbeiterin dem Unternehmen bei, so kann sich dieser in alle Arbeitsprozesse leicht einarbeiten. Bei uns ist z.B. vor kurzem eine neue Mitarbeiterin ins Team eingetreten, die jetzt auch gerne für Sie da ist.

 

Das QMS ist kein starres System. Es unterliegt einem kontinuierlichem Verbesserungsprozess (KVP). Um sicherzustellen, dass alle Arbeitsanweisungen eingehalten und die festgelegten Ziele erreicht werden, finden monatliche Audits durch eine interne Auditorin statt. Werden Abweichungen festgestellt, kann so sofort reagiert werden. Verbesserungen den entsprechenden Bereich betreffend werden definiert und zielgerichtet umgesetzt.  Um allen MitarbeiterInnen wichtige Informationen gleichermaßen zukommen zu lassen, halten wir in regelmäßigen Abständen QMS-Sitzungen ab.

 

Einmal im Jahr erfolgt eine Überprüfung des gesamten QMS inklusive der damit verbundenen Unterlagen mittels Überwachungsaudit durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle. Erfüllen wir die hohen Qualitätsanforderungen der Qualitätsmanagementnorm (DIN EN ISO 9001), so erhalten wir die Bestätigung unserer Zertifizierung, welche wieder für ein Jahr gilt. 

 

 

Vielleicht ist Ihnen auf der Startseite unserer Homepage schon einmal dieses Symbol aufgefallen? Haben Sie sich schon gefragt, wofür es steht? Es ist ein Zeichen dafür, dass Sie uns und unserer Arbeit für Ihre Gesundheit wirklich vertrauen können. 

FOLGE 24

16. Oktober 2014

Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)

von Bibiana Habernig

 

Juli bis Oktober - das ist die Erntezeit der Kapuzinerkresse. Und bei dem heurigen Wetter sollten Sie die Augen offen halten, ob sie nicht noch ein paar Pflanzen erspähen...Denn ihre Wirkung hat es in sich!

 

Die Kapuzinerkresse stammt aus Peru und wurde von den Ureinwohnern zur Wundbehandlung, bei Hautkrankheiten, Bronchitis  und Vergiftungen verwendet. Die spanischen Eroberer brachten sie nach Europa. Der deutsche Name bezieht sich auf den Sporn am hinteren Ende der Blüten, der ein wenig an die Kapuzen von Mönchskutten erinnert. Das althochdeutsche Wort „cresso“ bedeutet scharf und deutet auf die Wirkstoffe der Pflanze hin.

 

Beschreibung:

Die Kapuzinerkresse ist eine kriechende Pflanze, die mit Hilfe ihrer langen windenden Blattstiele gerne klettert. Die fleischigen  Stängel sind in der Mitte des kreisrunden, schildartigen Blattes angewachsen. (Tropaion griech. bedeutet Siegesschild)

 

Die trichterförmigen, fünfblättrigen Kelche leuchten gelb, rot und orange. Ihre Früchte sind zuerst grün und fleischig, dann gelb-braun und runzelig. Geerntet wird die ganze Pflanze – sie ist nicht zum Trocknen geeignet.

 

Wirkung:

Ihre Wirkung auf den Körper verdankt sie den Benzylsenfölen, die gegen Viren, Bakterien und Pilze wirken. Ähnlich wie Kren hilft der Einsatz bei Atemwegserkrankungen und auch vorbeugend gegen entzündliche Prozesse im Harnwegsbereich. Sie aktiviert die körpereigenen Abwehrkräfte. Pilzbefall im Magen-Darm-Trakt kann durch Kapuzinerkresse positiv beeinflusst werden.

 

Küche:

In der Wildkräuterküche bereichern die bunten Blüten und scharfen Blätter den Speiseplan. Blütenessig mit Kapuzinerkresseblüten. Die frischen Samen können als Kapernersatz eingelegt werden.

 

Garten:

Im Garten kann ein Auszug aus Blättern und Stängeln zur Bekämpfung der Schildlaus hergestellt werden.

 

FOLGE 23

1. Oktober 2014

Was sind anthroposophische Arzneimittel?

von Mag.a Tina Klemen

 

Die Anthroposophische Medizin wurde vor ca. hundert Jahren von Dr. Rudolf Steiner (1861-1925) und Dr.med. Ita Wegman (1876- 1943) gegründet. Diese komplementäre Therapierichtung baut auf der  Schulmedizin auf. Sie verwendet moderne Methoden wie etwa Diagnoseverfahren, naturwissenschaftliche Erkenntnisse und Therapien, und ergänzt diese mit anthroposophischen Methoden und Arzneimitteln. Als Beispiele wären zu nennen: die künstlerischen Therapien (Eurythmie, Mal-und Musiktherapie, Plastizieren, Sprachgestaltung), Pflegetherapien, Gesprächstherapien und physikalische Maßnahmen. Alle genannten Methoden und vor allem die Arzneimittel sollen die Selbstheilungskräfte des Menschen aktivieren.

 

Die Arzneien werden aus der Natur gewonnen

Mineralische, metallische, pflanzliche und tierische Stoffe bilden die Ausgangssubstanzen. Diese werden in aufwändigen, pharmazeutischen Prozessen aufbereitet: homöopathisch potenziert, rhythmisiert, Metalle werden vegetabilisiert, nur um einige Beispiele zu nennen. Die fertige Komposition erlangt so die optimale Heilkraft und der kranke Mensch - als Teil der Natur - kann wieder heil werden.

 

Auch andere Therapierichtungen wie Phytotherapie, Homöopathie und Spagyrik arbeiten mit den gleichen Substanzen, jedoch ist die Arzneimittelfindung eine andere. Anthroposophische Ärzte finden das für den Patienten passende Medikament gemäß den Besonderheiten der Krankheit und der dazugehörigen Entsprechung in den Naturstoffen. Letztendlich soll die Gesundung von Körper, Seele und Geist erreicht werden. Viele der Präparate eignen sich auch zur Selbstmedikation. Zahlreiche beliebte und bewährte Mittel helfen bei häufigen Beschwerden wie Erkältungen, Husten, Schnupfen, Bauchschmerzen, Übelkeit, allergischen Beschwerden, Hautproblemen, usw.

 

In unserem Team finden Sie ExpertInnen für viele anthroposophische Bereiche, bitte fragen Sie danach, wir helfen Ihnen gerne weiter und beraten Sie ausführlich.

FOLGE 22

16. September 2014

Burn-Out. Ausgebrannt.

von Dr.in Heide Astner

 

Wer ausgebrannt ist, hat einmal gebrannt...

Menschen, die vor persönlichem  Engagement,  Einsatz und Initiative sowohl in ihrer Arbeit als auch in ihrem Privatleben nur so brennen, laufen oft Gefahr, daran auch auszubrennen, wenn die Zeit zum Auftanken für Körper und Seele fehlt.

 

Stress ist zunächst ja nichts Negatives. Stress bereitet unseren Körper durch die Ausschüttung von Stresshormonen auf größere Belastungen vor, sorgt für eine ausreichende Energiebereitstellung und erhöht unsere Reaktionsbereitschaft. In diesem Zustand können wir Höchstleistungen vollbringen, was dem Körper über kurze Zeit durchaus zumutbar ist. Wird diese Belastung aber zum Dauerzustand, kann der Mehrbedarf an Energie kaum gedeckt werden – Schwäche, Erschöpfung bis hin zu Burnout sind die Folgen.

 

Körperliche und geistige Erschöpfung, innerer Leere, Kraftlosigkeit und emotionale Aussichtslosigkeit machen sich breit. Die Grenzen der Belastbarkeit scheinen erreicht  - die Batterien sind leer, die Akkus aufgebraucht.Es komm t nun zu psychischen und körperlichen Gesundheitsproblemen. Die psychischen Beschwerden äußern sich in Symptomen wie niedergeschlagene Stimmung, Ängste (v.a. vor der Zukunft, vor Krankheit), Frustration, Gereiztheit, Nervosität, Anspannung und verminderte Konzentration.

 

Die körperlichen Symptome können sich als Kopf-, Muskel –und Gliederschmerzen, Ohrgeräusche (Tinnitus), Magen-Darm-Erkrankungen (Verdauungsbeschwerden), Bluthochdruck sowie Herz-Rhythmusstörungen  äußern. Dazu kommen häufig Schlafstörungen. Durch den Dauerstress wird auch das Immunsystem geschwächt, wodurch die Anfälligkeit für Infekte steigt!

 

Wie kann man vorbeugen?

Indem man sich bewusst ZEIT nimmt: Zeit um ausreichend zu schlafen, Zeit für körperlich-sportliche Aktivitäten (auf die Dosis achten), Zeit für Entspannung, Zeit um gesund und regelmäßig zu essen. Neben diesen Maßnahmen, wie Zeitmanagement  und Lebensstiländerung, hat sich die gezielte Unterstützung unseres Körpers durch Hilfsmittel aus der Pflanzenwelt und der Welt der Mikronährstoffe hervorragend bewährt. Sind bereits die ersten Anzeichen einer Überlastung zu bemerken, brennt der Hut! Hier ist es Zeit die Mikronährstoff-Akkus gezielt aufzufüllen!

 

Vitamin B-Komplex, Coenzym Q10, Magnesium, Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren,  in ausreichender Dosierung haben eine günstige Wirkung auf die Burnout-Symptome wie Reizbarkeit, Müdigkeit sowie Energiegewinnung. Aus der Pflanzenwelt sei speziell der Rosenwurz  (Rhodiola rosae) hervorgehoben der die Stresstoleranz günstig beeinflusst!

 

Eine Optimierung der Mikronährstoffversorgung kann mit dazu beitragen den Teufelskreis von Schwäche und Demotivation bei Burn-out zu durchbrechen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um mehr dazu zu erfahren laden wir sie recht herzlich zu dem Vortrag von Dr. Arno Sommeregger am 15. Oktober 2014 in unserer Apotheke ein. Für ein persönliches Gespräch stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung! Scheuen sie sich nicht!

 

BURN OUT KANN JEDEN TREFFEN. 

BEUGEN SIE RECHTZEITIG VOR.

FOLGE 21

1. September 2014

Kühlpflichtige Arzneimittel richtig lagern

von Irene Glabutschig

 

Viele unserer Kunden müssen Medikamente zu sich nehmen, welche der genauesten Temperaturkontrolle unterliegen, daher sind wir verpflichtet, die Temperaturen unserer Kühlschränke zu überwachen und aufzuzeichnen.

 

Dies erfolgt durch sogenannte Datenlogger, welche die Temperatur im Rhythmus von 10 Minuten/Tag und Nacht durchgehend messen und aufzeichnen, (siehe Abbildung unten) und  mittels Computer ausgelesen werden. Bei Abweichungen schlägt das System durch einen Dauerton Alarm.

 

Die Kühlschränke müssen eine Betriebstemperatur zwischen 2 und 8 Grad gewährleisten - auf keinen Fall dürfen Insuline, Impfseren, bestimmte Augentropfen, Antiallergika usw. gefrieren – ansonsten ist ihre Wirksamkeit nicht gegeben, daher ist es sehr wichtig, dass die PatientInnen auch zu Hause ihre Medikamente richtig lagern - für den Transport nach Hause verleihen wir  im Bedarfsfall  gerne eine Styroporbox mit Kühlakkus!

 

Eine Unterbrechung der Kühlkette bei kühlpflichtigen Arzneimittel kann die Arzneimittelwirkung und die Lagerfähigkeit negativ beeinflussen (zu warme Lagerungen) und stellt unter Umständen eine Gefährdung für die Patienten dar - was bei Bestellungen aus dem Internet – im Gegensatz zu uns – nicht nachvollzogen werden kann!

 

Wir als Apotheke sind letztendlich dafür verantwortlich, dass die kühlpflichtigen Arzneimittel, die wir abgeben, auch in einwandfreiem Zustand sind, daher erhalten wir unsere Lieferung auch von zertifizierten Zustellern (Kühlautos). Und das ist schlussendlich das, worauf Sie uneingeschränkt vertrauen können!

 

 

 

 

FOLGE 19

3. August 2014

INHALIEREN - ABER RICHTIG!

von Mag.a Daniela Hipfl

 

Wie war das noch mal? Zuerst ausatmen, dann einatmen, nun sprühen, danach Luft anhalten? Oder doch einatmen und sprühen zugleich? Bei der Anwendung von Inhalatoren zur Behandlung von Asthma bronchiale oder COPD (chronische obstruktive Lungenerkrankung) kommt man schnell mal ins Grübeln über die richtige Durchführung. Doch spielt die richtige Inhaliertechnik eine wesentliche Rolle, damit genug vom Arzneistoff tief in die Bronchien gelangen und dort auch zur Wirkung kommen kann.

 

Die Auswahl des richtigen Inhalationssystems trägt wesentlich zum Therapieerfolg bei. Unterschieden wird zwischen Dosieraerosolen und Pulverinhalatoren, die es mittlerweile in verschieden Ausführungen gibt. Bei beiden Systemen ist eine Schulung des Patienten notwendig, um die richtige Anwendung und somit die Wirksamkeit des Medikaments zu gewährleisten.

 

Dosieraerosole

Durch Auslösen des Sprühstoßes wird der Arzneistoff in portionierten Dosen als sogenanntes Aerosol freigesetzt, das heißt, das Medikament wird in kleinste Tröpfchen zerstäubt und gelangt somit tief in die Atemwege. Der Vorteil im Vergleich zu einer systemischen Therapie (d.h. Einnahme von Tabletten oder Tropfen oder Infusionen) ist, dass der Wirkstoff gezielt in die Bronchien transportiert wird, wo er seine volle Wirksamkeit entfalten kann. Zudem kommt es zu einem raschen Wirkungseintritt und auch die Rate an Nebenwirkungen ist vermindert.

 

Wichtig zu beachten ist, dass bei der Anwendung das Auslösen des Sprühstoßes und die Einatmung gleichzeitig erfolgen – ein Vorgang, der etwas an Übung bedarf und vor allem Kindern und älteren Menschen Schwierigkeiten bereitet.

 

Achten Sie bei der Durchführung auf eine aufrechte Sitzposition. Nehmen Sie die Schutzkappe vom Mundstück ab, halten Sie den Inhalator aufrecht zwischen Daumen und Zeigefinger und schütteln Sie es kräftig. Vor dem ersten Gebrauch müssen zuvor ein bis zwei Sprühstöße abgegeben werden, um einen gleichmäßigen Wirkstoff-Austritt zu gewährleisten.

Atmen Sie nun ruhig ein und aus. Nachdem Sie vollständig ausgeatmet haben, umschließen Sie das Mundstück fest mit den Lippen und atmen langsam und tief ein. Während des Einatmens lösen Sie den Sprühstoß aus und halten danach für wenige Sekunden die Luft an, damit der Großteil des Wirkstoffs nicht sofort wieder ausgeatmet wird. Danach atmen Sie langsam über die Nase oder die Lippenbremse aus. Wenn notwendig wird dieser Vorgang ein weiteres Mal wiederholt.

Nach dem Gebrauch setzen Sie die Schutzkappe wieder auf.

Einmal pro Woche sollte das Dosieraerosol gereinigt werden, indem man nur das Kunststoffgehäuse mit reinem Wasser spült und anschließend an einem warmen Ort gut trocknen lässt.

 

Inhalationshilfen

Um die Koordination von Einatmen und Sprühen bei der Anwendung von Dosieraerosolen vor allem für Babys und Kleinkinder, aber auch für ältere Menschen zu erleichtern und um außerdem eine ausreichende Wirkung zu erzielen, werden sogenannte Inhalationshilfen, auch Spacer genannt, eingesetzt. Es handelt sich dabei um eine Kammer, die dem Inhalator vorgeschaltet wird. Nach Auslösen des Sprühstoßes gelangt der Wirkstoff in Form eines fein verteilten Nebels in die Vorschaltkammer und kann durch eine ganz normale Atmung problemlos aufgenommen werden.

 

Pulverinhalatoren

Das richtige Inhalieren ist auch bei Pulverinhalatoren besonders wichtig. Der Unterschied zum Dosieraerosol besteht darin, dass der Wirkstoff in Form eines Pulvers erst durch tiefes Einatmen in kleinste Teilchen zerlegt wird. Hierbei entfällt somit die Koordination zwischen Auslösen und Einatmen. Jedoch ergibt sich ein anderer wichtiger, zu beachtender Aspekt: ein ausreichendes Atemzugsvolumen. Atmet man nämlich nicht tief genug ein, so bleibt ein beträchtlicher Anteil des Wirkstoffs in den oberen Atemwegen hängen und gelangt somit nicht tief genug in die Lungen, wodurch häufig der gewünschte Therapieerfolg ausbleibt.

 

Die Pulverinhalatoren Beclomet und Giona Easyhaler müssen vor jeder Anwendung unbedingt geschüttelt werden. Je nach Gerätetyp wird der Inhalator vorbereitet, um die entsprechende Dosis inhalieren zu können. Atmen Sie, wie beim Spray, zunächst ruhig ein und aus. Wenn Sie vollständig ausgeatmet haben, umschließen Sie das Mundstück fest mit Ihren Lippen und atmen mit einem kräftigen Atemzug tief ein, damit der Wirkstoff gut in die Bronchien gelangen kann. Achten Sie darauf, dass Sie niemals in das Mundstück ausatmen, denn dadurch wird das Pulver feucht und verklumpt.

Halten Sie danach ebenfalls für wenige Sekunden die Luft an und atmen langsam über die Nase oder die Lippenbremse wieder aus. Wenn notwendig, wird dieser Vorgang wiederholt.

Danach sollten Sie das Mundstück mit einem trockenen Tuch säubern.

 

TIPP: Wenn Kortison inhaliert werden muss, so spülen Sie danach den Mund gründlich mit lauwarmem Wasser und essen Sie eine Kleinigkeit, um einer Pilzinfektion in Mund- und Rachenraum vorzubeugen!

 

Haben Sie noch Fragen bezüglich der richtigen Handhabung? Kommen Sie einfach zu uns in die Apotheke – wir beraten Sie und helfen Ihnen dabei gerne.

 

Möchten Sie sich den Vorgang des Inhalierens genauer ansehen? Videos über die Anwendung der verschiedenen Inhalatoren finden sie hier.

SOMMER äh HERBST - SONNE - SONNENSCHUTZ!

von Iris Meschnig

 

Sonnenlicht wirkt sich nicht nur auf unsere Gemütsverfassung positiv aus, sondern ist auch für die Bildung von Vitamin D unerlässlich! Neben Licht und Wärme ist auch die UV-Strahlung ein Teil der Sonnenstrahlen, UV-Licht ist unsichtbar und zuviel davon, kann die Haut sogar schädigen. Für uns von Bedeutung sind UVA und UVB Strahlen:

 

UVA dringt jeden Tag und zu jeder Jahreszeit tief in unsere Hautschichten ein. Sie sind verantwortlich für die lichtbedingte Hautalterung (Photoaging), Allergien und im schlimmsten Fall führen sie zu chronischen Schäden und Hautkrebs.

 

UVB dringt lediglich in die oberste Hautschicht ein und ist für die Bildung von Melanin was auch die Hautbräunung zu Folge hat verantwortlich, auch der Eigenschutz wird in gewisser Weise erhöht. Aber Achtung- zuviel UVB führt zu Sonnenbrand!

 

Und auch wenn es der Sommer in diesem Jahr mit der Sonne nicht so großzügig ist, ist es trotzdem - und auch im Herbst - wichtig, sich ausreichend vor der Sonne zu schützen. Denn auch wenn es bewölkt ist, können die Sonnenstrahlen unsere Haut erreichen und schädigen. Aus diesem Grund sollte man sich sowohl auf dem Balkon, im Garten, als auch in den Bergen und am Meer vor der Sonne schützen. 

 

Der Sonnenschutz sollte für jeden einzelnen gut gewählt werden, es gibt für jeden Hauttypen passend abgestimmte Produkte in verschiedenen Texturen von Compact bis Ultra leicht, reichhaltig oder mattierend. Es ist für jeden etwas dabei -  auch bei empfindlicher Haut, Ekzem-Neigung  bis hin zu Neurodermitis oder Psoriasis. Es sollte ein möglichst hochwertiges Produkt ohne Duft und Konservierungsstoffe gewählt werden, das entsprechende Verträglichkeitstests vorweisen kann. Die Sonnenschutz-Produkte aus der Apotheke, stehen für höchsten Schutz mit optimaler Verträglichkeit!

 

Des Weiteren ist auch die Wahl des Sonnenschutzfaktors entscheidend um für ausreichenden Schutz zu Sorgen, und hängt vom jeweiligen Hauttyp ab. Zunächst sollte man die Eigenschutzzeit seiner Haut kennen.

 

Es werden vier Typen unterschieden:

 

Keltisch: sehr sonnenempfindlich, Eigenschutzzeit 5-10min, es empfiehlt sich LSF 50+ grundsätzlich gilt für Sie: direkte, pralle Sonne meiden.

 

Skandinavisch: empfindlich, Eigenschutzzeit 10-20min, die Haut langsam auf die Sonne gewöhnen auch wenn sie schon ein wenig gebräunt sind, hier empfiehlt sich mindestens ein LSF 30 bis 50.

 

Mitteleuropäisch: wenig sonnenempfindlich , Eigenschutzzeit 20-30min, auch hier sollte auf einen ausreichenden Schutz geachtet werden, verwenden sie LSF 30 

 

Mediterran: recht sonnenunempfindlich, bräunt schnell, Eigenschutzzeit 30-40min aber auch hier empfiehlt es sich bei intensiver und langer Sonneneinstrahlung mindestens LSF 20-30 zu verwenden

 

Um zu wissen,wie lange Sie mit einem Sonnenschutzmittel in der Sonne bleiben dürfen, multiplizieren sie einfach die Eigenschutzzeit Ihrer Haut mit dem Lichtschutzfaktor Ihrer Pflege - das Ergebnis zeigt Ihnen in Minuten wie lange sie geschützt sind! Wichtig ist es auch auf einen ausgewogenen UVA/UVB Schutz zu achten, das Verhältnis sollte mindesten 1:3 betragen. Jedoch gilt je höher desto besser!

 

Hier noch ein paar Grundregeln im Umgang mit der Sonne:

 

- Ausreichend Sonnenschutz auftragen - die Faustregel  besagt ca. 1Tl pro Körperregion (Ohren, Hals und Rist nicht vergessen)!

 

- Vermeiden Sie den Aufenthalt in der Sonne während der heißen Mittagsstunden! 

 

- Verwenden Sie eine Kopfbedeckung - besonders Kinder unter 3 Jahren sollten der Sonne nicht direkt ausgesetzt werden! 

 

- Regelmäßiges Nachcremen ist unerlässlich - besonders bei Sport und Spiel! Aber Vorsicht- Nachcremen kann die Eigenschutzzeit nicht verlängern!!

 

- Die richtige Pflege danach ist eine leichte und kühlende Creme oder ein Gel, das die Haut mit viel Feuchtigkeit versorgt. Das unterstützt den körpereigenen Repair-Mechanismus.

 

Auch von innen kann man sich schützen, mit Mikronährstoffen wie Carotinoide, Tocopherole (Vitamin E), Ascorbate (Vitamin C), Calcium, Flavonoide oder bestimmte Fettsäuren. Sie agieren als natürliches UV-Schutzschild von Innen.Der körpereigene Lichtschutzfaktor wird erhöht bzw. die Empfindlichkeit der Haut gegen die UV-Strahlung verringert!  Empfiehlt sich nicht nur für eine schönere gesündere Bräune sondern auch für Sonnenallergiker!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

FOLGE 20

16. August 2014

FOLGE 16

16. Juni 2014

MINERALSTOFFE NACH DR. SCHÜßLER

von Bibiana Habernig

 

Ein Leben ohne die Anwesenheit von  Mineralstoffen und Spurenelementen ist nicht möglich. Unser Organismus ist auf die kontinuierliche Zufuhr von Mineralstoffen angewiesen, denn sie sind  in jedem denkbaren Prozess, der im Körper abläuft, beteiligt. Dr. Schüßler war Arzt und Forscher zugleich. Zuerst als homöopathischer Arzt tätig, prägten ihn die Erkenntnisse der Zellforschung im 19. Jahrhundert. Er erkannte als erster die Notwendigkeit einer ausreichenden und körpergerechten  Zufuhr von Mineralstoffen für den menschlichen Körper. Seit Schüßlers Tod sind über 100 Jahre vergangen und die bewährten Grundmittel sind um einige ergänzt worden.

 

Das Besondere der Mineralstoffe nach Dr. Schüßler ist, dass nur solche zur Anwendung kommen, die auch im menschlichen Körper vorhanden sind. Sie werden „verdünnt“, das heißt mittels Verreibungsvorgänge wird der Mineralstoff  fein verteilt – dieser Vorgang wird „potenzieren“ genannt. Durch ihre Aufnahme über die Mundschleimhaut werden eventuelle Verwertungsstörungen im Magen-, Darmtrakt umgangen. In der Mineralstofflehre nach      Dr. Schüßler wird zwischen  dem Bedarf an Mineralstoffen  als „Baustoff“ und als “Funktionsmittel“ unterschieden. In ihrer Funktion greifen sie regulierend in den Mineralstoffhaushalt ein. In Bildern übersetzt bedeutet das:  „Baustoff“  sind die Ziegel aus denen das Haus gebaut wird, „Funktionsmittel“ sind die Arbeiter, die die Mauer daraus bauen.

 

Ein Beispiel – um unsere Knochen gesund zu erhalten und zu stärken benötigen wir Calcium. Dieses führen wir über die Ernährung oder über bestimmte Calciumpräparate dem Körper zu. Da wir ungefähr ein Kilogramm Calcium in unseren Knochen gespeichert haben, ist es unmöglich durch Schüßlersalze die Menge an benötigten Baustoff zuzuführen. Der Mineralstoff Calcium phosphoricum D 6 kann dem Organismus jedoch bei der Verwertung und beim Einbau des Calciums helfen. Ebenso verhält es sich bei einem ausgeprägten Eisenmangel. Hier empfiehlt sich zum verordneten Eisenpräparat die Mineralstoffe Nr.3 Ferrum phosphoricum D12, Nr.17 Manganum sulfuricum D12 und Nr.19 Cuprum sulfuricum D12 einzunehmen. Das Eisen wird besser vertragen, aber auch besser verwertet.

 

Schüßlersalze im Sommer

Schüßler Mineralstoffe haben sich auch in der äußerlichen Behandlung sehr bewährt. Ob bei Sonnenallergie oder lästigen Insektenstichen – bei Schüßler finden sich bewährte Kombinationen zur raschen Hilfe. Auch die gefürchteten übel riechenden Sommerdurchfälle können mit Schüßler optimal begleitet werden.

 

 

 

FOLGE 17+18

1. Juli 2014

KRITISCHE BETRACHTUNGEN ZUM THEMA "IMPFUNGEN" (Teil 1+2)

von Dr. Herbert Fellner, Quelle der Angaben: Robert Koch Institut Berlin, das sich
u.a. ausführlich mit Impfungen beschäftigt

 

Dazu einige Vorbemerkungen:

Ziel von Impfungen ist es, den Geimpften vor einer ansteckenden Krankheit zu schützen. Das heißt, die Impfung erfolgt an Gesunden. Bei erreichen hoher Impfquoten ist es möglich, Krankheitserreger regional (bzw. weltweit) zu limitieren bzw. auszurotten. Das Robert Koch Institut (RKI) ist eine obere Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit in Deutschland. Die Forschungstätigkeiten erfolgen aus eigenen Mitteln, jegliche finanzielle Zuwendungen von privaten Sponsoren sind untersagt! Die Aktualisierung der Webseite erfolgt mindestens einmal jährlich. Da das Thema zu umfangreich und vielseitig ist, werden einige Bereiche exemplarisch zur Diskussion gebracht, die auch bei kritischen Anwendern oft zu Fragen führen:

 

1. Die Wirksamkeit von Impfungen wurde niemals belegt

Einführung der Schluckimpfung gegen Kinderlähmung (Polio) Anfang der sechziger Jahre in Deutschland: 1961 erkrankten in der BRD fast 4700 Kinder an Kinderlähmung. 1965 waren es bereits weniger als 50 Kinder.

 

2. Man kann trotz Impfung erkranken

Das ist richtig, denn keine einzige Impfung schützt 100 Prozent der Geimpften. Allerdings können Impfungen die Erkrankungswahrscheinlichkeit deutlich reduzieren. Es gibt auch Impfungen- zum Beispiel jene gegen Tuberkulose (heute nicht mehr durchgeführt)- die nur besonders schwere Erkrankungsverläufe verhindern. Die Kinder wurden zwar nicht vor einer Tuberkuloseinfektion geschützt, aber vor ihren schlimmsten Komplikationen mit Befall des ganzen Körpers und Gehirns.

 

3. Impfungen verursachen die Erkrankungen, gegen die sie schützen sollen

Tatsächlich kann der Masernimpfstoff, der abgeschwächte, aber noch lebende Masernviren enthält, bei ca. 5 % der Geimpften zu einem masernartigen Hautausschlag führen. Mittelohr- und Lungenentzündungen, die mit dieser Infektion einhergehen können, treten jedoch nicht auf. Die gefürchtete Masern-Enzephalitis (Entzündung des Gehirns) tritt nach erfolgter Impfung absolut selten auf. Sie befällt etwa einen von einer Million Geimpften, während bei den echten Masern (ungeimpft) jedes tausendste Kind von einer Enzephalitis betroffen ist.

 

4. Impfungen fördern Allergien:

In der ehemaligen DDR (wo gesetzliche Impfpflicht bestand) und fast alle Kinder geimpft wurden, gab es kaum Allergien. Erst nach der Wende mit dem Fall der Berliner Mauer, während die Impfraten sanken (in Deutschland gibt es keine Impfpflicht) nahmen in Ostdeutschland die Allergien zu. Nur wenige Impfstoffe werden heute noch unter Verwendung von Hühnerembryonen produziert (z.B. Influenza-Impfstoffe). Impfstoffe, bei denen die Viren auf Hühnerfibroblasten (Fibroblasten sind bewegliche, im Bindegewebe vorkommende Zellen) – z.B. Masern-Mumps-Röteln, FSME- finden sich kaum nachweisbare Spuren von Hühnereiweiß. Studien belegen, dass auch Kinder mit bekannter Hühnereiweißallergie problem – und gefahrlos gegen Masern-Mumps-Röteln geimpft werden können. Die Hühnereiweißallergie wird in internationalen Leitlinien nicht mehr als  Kontraindikation genannt. Ausgeschlossen sind Kinder mit klinisch sehr schweren Hühnereiweißallergien, die auf das Hühnereiweiß mit anaphylaktischem Schock reagieren (das ja im allgemeinem vor der Impfung bereits bekannt ist).

 

 

5. Nebenwirkungen und Risiken von Impfungen sind unkalkulierbar:

Ende der neunziger Jahre Hatte eine Gruppe britischer Wissenschafter die Hypothese aufgestellt, dass die MMR-Impfung zu Schäden im Darm und dadurch zum eindringen neurotoxischer Substanzen in den Organismus führen könnte. Dies behindere die geistige Entwicklung und begünstige Autismus. Inzwischen haben mehrere Studien diese Annahme widerlegt. Zehn der ursprünglich 13 Wissenschafter zogen ihre Interpretation offiziell  zurück!

Impfstoffe können natürlich auch Nebenwirkungen haben. Ein großer Teil dieser Nebenwirkungen sind vorrübergehender Natur- wie z.B. hohes Fieber.

 

Im Jahr 2005 wurden in Deutschland  44 Millionen Impfdosen verkauft (rund die Hälfte betraf Grippeimpfungen). Von Ärzten und Pharmaherstellern wurden ca. 1400 vermutete Impfkomplikationen  gemeldet (das entspricht drei Verdachtsfällen /100 000 verkaufter Dosen). Bei ca. 1/3 der gemeldeten Fälle konnte kein Kausalzusammenhang nachgewiesen werden. Bei fünf Geimpften wurde eine dauerhafte gesundheitliche Beeinträchtigung gemeldet, die möglicherweise durch die Impfungen ausgelöst wurden.

 

 

6. Impfungen enthalten gefährliche Chemikalien,

mit denen die Kinder wissentlich vergiftet werden:

Einige Impfstoffe enthalten Formaldehyd (zum Abtöten von Impfviren), Aluminiumhydroxid (um die Immunantwort zu verstärken), Phenol (um den Impfstoff haltbar zu machen). Thiomersal, ein Konservierungsmittel, das Quecksilber enthält, stand im Verdacht, dass damit das Auftreten von Autismusfällen in Zusammenhang stehen könnte. Die Weltgesundheitsbehörde WHO, die europäische Arzneimittelbehörde und andere Institutionen kamen unabhängig voneinander zum Schluß, dass die verfügbaren Studien gegen einen solchen Zusammenhang sprechen. Trotzdem haben die Pharmahersteller darauf reagiert, sodass inzwischen generell empfohlene Schutzimpfungen quecksilberfrei zur Verfügung stehen.

Zum Thema Aluminium: Der Aluminiumgehalt ist durch das Europäische Arzneibuch auf 1,25 mg /Dosis beschränkt. Die derzeit zugelassenen Produkte enthalten 0,133-1,135 mg/ml Aluminiumhydroxid. Die Aluminiumaufnahme durch  Nahrung/Trinkwasser  variiert stark zwischen den verschiedenen Regionen in Europa. Der mittlere Bereich für Erwachsene beträgt 0,2-1,5 mg/kg Körpergewicht (!) pro Woche, für Kinder (Alter 18 Monate- 13 Jahre) werden Höchstwerte von 0,7-2,3 mg/kg Körpergewicht pro Woche beobachtet.

 

 

7. Die meisten Krankheiten, gegen die geimpft wird, treten gar nicht mehr auf:

Einige Infektionen wie Kinderlähmung oder Diphtherie sind  eine Rarität geworden, als Resultat von Impfprogrammen. Sinkende Impfquoten bergen jedoch die Gefahr neuer Epidemien. Beispielhaft zu erwähnen wären die Diphtherie-Wellen in Russland und anderen Nachfolgestaaten der UdSSR, wo in den neunziger Jahren in Folge sinkender Impfraten über 150 000 Menschen erkrankten und mehr als 6000 verstarben. Vor allem durch die Kombination von sinkenden Impfquoten in unseren Breiten und dem zunehmenden internationalen Reiseverkehr ist wieder mit einem Anstieg von Infektionen zu rechnen.

 

 

 

 

 

FOLGE 15

1. Juni 2014

BLUTDRUCK-SELBSTMESSUNG - MÖGLICHE FEHLERQUELLEN

von Dr. Herbert Fellner

 

Ein wesentlicher Baustein bei der Hypertoniebehandlung ist die Blutdruckmessung. Erfolgt diese in Form einer Selbstmessung, sind folgende Punkte zu beachten, um mögliche Fehlerquellen auszuschließen:

 

Bei Herzrhythmusstörungen, bei Patienten mit Herzschrittmacher und bei Schwangeren sollte mit dem Arzt Rücksprache gehalten werden, ob das zumeist für die Selbstkontrolle vollautomatische Blutdruckmessgerät geeignet ist.

 

Bei sehr vielen Geräten wird der Blutdruck am Oberarm gemessen. Wichtig dabei ist die Passform der Manschette. Für Patienten mit einem Oberarmumfang zwischen 24 und 32 Zentimetern gibt es Standardmanschetten. Für einen größeren oder kleineren Armumfang sind Spezialmanschetten erforderlich. Zu kleine Manschetten führen zu falsch hohen Messwerten, während zu große Manschetten umgekehrt zu niedrige Werte liefern.

 

Zur korrekten Durchführung der Messung sollten weitere Punkte Beachtung finden:

Wichtig ist eine entspannte Sitzhaltung mit angelehntem Rücken, da Muskelanspannung den Blutdruck erhöhen kann. Auch überschlagene Beine sollten vermieden werden. Bei der Erstmessung sollte eine vergleichende Messung an beiden Armen durchgeführt werden, denn Unterschiede im Blutdruck bis zu 20 mm Hg können im Vergleich der beiden Arme auftreten. Wenn sich noch größere Differenzen ergeben, könnte diese  ein Hinweis auf Gefäßschäden sein, die unbedingt mit dem Arzt abzuklären sind. Grundsätzlich erfolgt die Messung an dem Arm, bei dem die höheren Werte gemessen wurden.

 

Um den Ruheblutdruck zu bestimmen, ist es empfehlenswert, mindestens fünf Minuten vor der Messung auszuruhen. Der Arm, an dem gemessen wird, wird auf den Tisch aufgelegt. Ein herabhängender Arm kann – bedingt durch die Schwerkraft – zu deutlich höheren Blutdruckwerten führen. Wichtig ist, jeweils in Höhe des Herzens zu messen. Während der Messung sollte der Patient nicht sprechen, weil auch dadurch höhere Blutdruckwerte zu erwarten sind.

 

Anlegen der Manschette am Oberarm:

Immer am bloßen Arm, nie über Kleidung! Der aufblasbare Teil befindet sich an der Innenseite des Arms (beachte Kennzeichnung auf Manschette), während der Verschluss außen liegt. Die Manschette sollte weder zu fest noch zu locker anliegen: im nicht aufgeblasenen Zustand liegt sie zwei fingerbreit oberhalb der Ellenbeuge, wobei noch ein Finger zwischen Manschette und Arm passen sollte.

 

Wenn Patienten den Blutdruck zu Hause messen, ist es sinnvoll, die Messwerte in einem Blutdruckpass zu notieren, um sie dem Arzt vorlegen zu können. Selbstgemessene Werte können von den beim Arzt gemessenen Werten abweichen. Im Mittel liegen die systolischen Werte 5 bis 15 mm Hg niedriger, die diastolischen 5 bis 10 mm Hg.  Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass die Blutdruckwerte zwischen den einzelnen Messzeitpunkten schwanken können, ohne dass eine pathologische Ursache vorliegt. Der Körper bzw. das Herz muss sich schließlich an verschiedene Situationen anpassen. Erst wenn klinische  Warnsymptome wie Atemnot oder Brustschmerzen auftreten, sind entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

FOLGE 14

12. Mai 2014

DIABETES MELLITUS - "ZUCKERKRANKHEIT" 

von Dr.in Heide Astner

 

"Ich hab doch nur ein bisschen Zucker!"

Ein "bisschen" Zucker gibt es nicht! In dem Moment wo ein erhöhter Blutzuckerspiegel festgestellt wird, ist es notwendig zu handeln! Wir laden sie daher recht herzlich ein, in der Zeit von 12.05. – 14.05.2014 eine  kostenlose Blutzuckermessung  im Rahmen der Aktion „Wie süß bin ich?“ in unserer Apotheke durchführen zu lassen. In Österreich leben zurzeit ca. 8% der Bevölkerung mit der Diagnose Diabetes mellitus, wobei in der Altersgruppe der über 60-Jährigen der Anteil  bereits bei 20% liegt, Tendenz steigend. (Österreichischer Diabetesbericht 2013)

 

Man unterscheidet prinzipiell zwei Hauptarten von Diabetes:

Diabetes Typ 1 (veraltete Bezeichnung „jugendlicher Diabetes“) tritt auf, wenn das eigene Immunsystem die Betazellen in der Bauchspeicheldrüse, die Insulin produzieren, zerstört. Man spricht von einer Autoimmunerkrankung. Die körpereigene Insulinproduktion wird gesenkt bzw. fällt komplett aus. Insulin muss von außen zugeführt werden, d.h. Insulin muss lebenslang gespritzt werden.

Diabetes Typ 2 (früher „Altersdiabetes“ genannt, ca. 90% der Diabetiker) tritt auf, wenn die Wirkung des Insulins im Gewebe vermindert ist, die Zellen sprechen nicht mehr ausreichend auf Insulin an, werden unempfindlicher – es kommt zu einer Insulinresistenz. In der Folge versucht der Körper durch gesteigerte Insulinproduktion und Ausschüttung diese Resistenz zu überwinden bis die Bauchspeicheldrüse erschöpft ist. Ab diesem Zeitpunkt wird auch hier  eine Insulinzufuhr notwendig!

 

Insulin ist das Hormon, das dafür sorgt, dass der Zucker (Glucose) möglichst rasch aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen wird, wo er als Energielieferant absolut notwendig ist. Insulin funktioniert dabei wie ein Schlüssel, der die Zellen für die Aufnahme von Zucker aufschließt. Wenn diese Zellen gegenüber Insulin unempfindlich (resistent) werden, zirkuliert mehr Glucose im Blut. Dies ist letztlich für verschieden 0rgane und die Mikrozirkulation schädlich. Das wiederum bedeutet, dass Diabetiker ein erhöhtes Risiko haben an Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, Netzhautschädigung zu erkranken.

 

Da sich Diabetes Typ 2 langsam entwickelt und oft schwer zu erkennen ist, wird die Diagnose bei vielen Personen leider oft  erst gestellt, wenn bereits Komplikationen auftreten. Bitte achten Sie auf folgende Anzeichen:

 

·       Großer Durst und trockener Mund

·       Häufiges Harnlassen

·       Extreme Müdigkeit/Energielosigkeit

·       Plötzlicher Gewichtsverlust

·       Schlecht heilende Wunden

·       Wiederkehrende Infektionen

·       Unscharfe Sicht

 

Allerdings verbinden viele Menschen mit solchen Symptomen häufig andere Ursachen und denken nicht an Diabetes. Gerade bei älteren Menschen besteht diese Gefahr. Wer eines oder mehrere dieser Symptome an sich feststellt, sollte unbedingt auch seinen Blutzucker überprüfen lassen.

 

Als erste Maßnahme bei Typ- 2 –Diabetikern steht eine Umstellung des Lebensstils, d.h. Ernährung und Bewegung überdenken, gegebenenfalls Gewichtsreduktion. In weiterer Folge stehen für die medikamentöse Therapie eine Reihe von Arzneistoffen mit verschiedenen Angriffspunkten zur Senkung des Blutzuckerspiegels zur Verfügung: Glucosidasehemmer, Biguanide, Glitazone, Sulfonylharnstoffe, Glinide, Gliptine, Inkretinmimetika

 

Da es im Verlauf des Typ-2-Diabetes zu einem fortschreitenden Leistungsverlust insulinproduzierender Zellen kommt, sind regelmäßige Therapieänderungen notwendig!

Durch die Selbstüberwachung Ihres Blutzuckers können Sie den Therapieerfolg messen und kontrollieren.

 

Wir helfen Ihnen gern!

FOLGE 13

30. April 2014

WAS SIND EIGENTLICH "MIKRONÄHRSTOFFE"?

von Mag.a Alexandra Schier

 

Mikronährstoffe, die oft auch als Vitalstoffe bezeichnet werden, sind Substanzen, die der Mensch mit der Nahrung aufnehmen muss, da sie an zahlreichen seiner Körperfunktionen beteiligt sind. In der orthomolekularen Medizin werden Nährstoffe zur begleitenden Therapie bei ernährungsbedingten Krankheiten genutzt bzw. wenn durch Einnahme bestimmter Medikamente Mikronährstoffmängel entstehen. Dies betrifft vor allem häufig verordnete Medikamente wie Statine, Protonenpumpenhemmer, Antidiabetika, Antiepileptika etc. Heutzutage enthält unsere Nahrung leider oft nicht genug Nährstoffe: selenarme Böden, lange Transportwege, unreif geerntetes Obst und Gemüse führen zu qualitativ minderwertigen Lebensmitteln.

 

Ein Ziel der orthomolekularen Medizin stellt die Entgiftung und Elimination körperfremder Stoffe dar. Dabei kommen unterschiedliche Substanzen zum Einsatz: fett- und wasserlösliche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, essentielle Aminosäuren, essentielle Fettsäuren und speziell ausgewählte Pflanzenstoffe.Die Anzahl der unter anderem ernährungsbedingten Krankheiten ist sehr groß. Oft entstehen durch übermäßige, unausgewogene oder bezüglich essentiellen Nährstoffen unzureichender Ernährung Folgeerkrankungen wie Gicht, Adipositas, Arteriosklerose, Störungen des Bindegewebes, Diabetes, rheumatische Erkrankungen, Bluthochdruck, Herzkreislauferkrankungen, um nur einige zu nennen. Die wichtigste Maßnahme um die Entstehung dieser Krankheiten zu verhindern ist die Prävention durch die Ernährung. Sind ernährungsbedinge Erkrankungen bereits aufgetreten, reicht eine Ernährungsumstellung alleine meist nicht mehr aus. Hier hilft der gezielte Einsatz von Mikronährstoffen. Die Wirkung entfaltet sich schleichend, meist über einen Zeitraum von Tagen, Wochen oder Monaten.

 

Übrigens: zwischen einen Ernährungsfehlverhalten und dem Auftreten der daraus entstehenden Krankheiten können 20 bis 30 Jahre liegen! Ist eine chronische Erkrankung aufgetreten, erfordert diese meist den Einsatz spezieller Arzneimittel. Durch zahlreiche Untersuchungen ist heute bekannt, dass bestimmte Arzneimittelgruppen eine schlechtere Resorption spezieller Nährstoffe nach sich ziehen, da Arzneimittel und Mikronährstoffe bei der Aufnahme, Verstoffwechselung und Ausscheidung dieselben Stoffwechselwege benutzen. Teilweise konkurrieren sie um dieselben Enzyme und Transportsysteme. Ein Beispiel: Metformin, ein vielfach eingesetzter Wirkstoff in der Behandlung des Diabetes, hemmt bei regelmäßiger Anwendung die Aufnahmen von Vitamin B12. Eine zu geringe Versorgung des Körpers mit diesem Vitamin kann sich unter anderem durch Missempfindungen und Konzentrationsstörungen zeigen. Durch zahlreiche Untersuchungen ist heute bekannt, dass Diabetiker nicht nur einen erhöhten Bedarf an Vitamin B12 haben, sondern auch die Spiegel von Vitamin B1, Vitamin C, Folsäure, Magnesium, Zink und Chrom oft zu gering sind.Gerade chronisch Kranke und ältere Menschen sind aufgrund einer Multimedikation von einer Unterversorgung mit Mikronährstoffen besonders bedroht. Die medikationsorientierte Supplementierung der entsprechenden Mikronährstoffe ist hier besonders wichtig.

 

UNSER TIPP:

Am 8. Mai bei uns:

 

FOLGE 12

16. April 2014

ARBEITEN IN DER APOTHEKE - DIE LEHRE ZUR PKA

von Cornelia Veratschnig

 

Ich absolviere in der Apotheke Dr. Fellner seit September 2013 die Lehre zur PKA. PKA ist das Kürzel für Pharmazeutisch kaufmännische Assistentin (bzw. Pharmazeutisch kaufmännischer Assistent). Die wohl wichtigste Aufgabe der Apotheke ist die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten.Damit diese Versorgung gewährleistet werden kann, arbeiten in der Apotheke Pharmazeuten, PKAs und auch andere nicht speziell für die Apotheke ausgebildete Arbeitskräfte zusammen.

 

Pharmazeuten und PKAs - stark im Team

Pharmazeuten werden für die Beratung, Herstellung und Abgabe von Arzneimitteln an der Universität theoretisch und im Aspirantenjahr praktisch ausgebildet. PKA unterstützen die Pharmazeuten bei pharmazeutischen und kaufmännischen Tätigkeiten. Die Lehre dauert nach dem Pflichtschulabschluss 3 Jahre bzw. nach der Matura 2 Jahre. Den Beruf PKA als Lehrberuf gibt es seit 1994.

 

Was macht ein/e "PKA"?

Das Berufsprofil der PKA ist sehr vielseitig und umfasst viele verschiedene Aufgaben. Angefangen bei der Einholung von Angeboten, der Bestellung von Waren, der Überwachung von Lieferungen über die Herstellung von Arzneimitteln bis hin zur Führung von Kundengesprächen und Verkaufsgesprächen. Im Zuge der Ausbildung bekommt man nach und nach Einblick in jeden Bereich des Apothekenalltages. Wie alle Lehrberufe wird der PKA-Beruf im dualen Ausbildungssystem an zwei Orten gelehrt. In der Berufsschule und in der Apotheke. In der Berufsschule hat der Lehrling, wie in einer „normalen Schule“ Schulpflicht. Die Aufgabe der Berufsschule ist es die Ausbildung in der Apotheke zu fördern und grundlegende Fachkenntnisse zu vermitteln. Es gibt sowohl allgemeinbildende Fächer wie z.B. Deutsch und Kommunikation oder Rechnungswesen, als auch den fachspezifischen Unterricht, wie z.B. Apothekenkunde oder Botanik.Um die Lehre abzuschließen tritt der Lehrling zur Lehrabschlussprüfung (LAP) an. Die Prüfungskommission bilden drei Personen aus dem Apothekenbereich. Der Lehrling muss zur Prüfung eine Drogensammlung mit 40 unterschiedlichen Drogen, wobei als Drogen getrocknete und zerkleinerte Heilpflanzen bezeichnet werden, und ein Heilpflanzenherbarium mit 20 selbst gesammelten und gepressten Heilpflanzen mitbringen. Die verschiedenen Prüfungsgegenstände wie z.B. Drogen- und Chemikalienkunde oder Ernährungslehre werden sowohl mündlich als auch schriftlich abgeprüft. Darauf folgen ein Verkaufsgespräch und eine praktische Prüfung im Labor. Nach bestandener Prüfung erhält die/der PKA das Zeugnis und das PKA-Abzeichen.

 

FOLGE 11

2. April 2014

DMS - INDIVIDUELLE KOSMETIK

von Maria Fellner

 

Wenn die Schutzbarriere Ihrer Haut gestört ist, trocknet sie aus und

ist anfälliger gegenüber Umwelteinflüssen und Krankheitserregern. 

Es kann verschiedene Gründe dafür geben:

• falsche Pflegekosmetik

• Sonnenschäden

• Kälteschäden

• hormonelle Veränderungen.

 

DMS – steht für „Derma Membran Struktur“

In Struktur und Zusammensetzung ist sie der natürlichen Barriereschicht der Haut sehr ähnlich. Sie eignet sich daher hervorragend sowohl für die Hautpflege als auch für den Hautschutz. Bereits die Cremegrundlage bewirkt eine ausgezeichnete Hautglättung, erhöht die Feuchtigkeit und die Elastizität. DMS–Cremes enthalten hautähnliche Bestandteile auf der Basis vonSojalecithin, Hefe, Palmkernöl und Sheabutter. Gänzlich verzichtet wird auf Emulgatoren, Konservierungsstoffe, Duftstoffe, Mineralölbestandteile und Silikone.

 

Es stehen drei verschiedene Basiscremes abgestimmt auf den persönlichen Hautzustand zur Verfügung. In diese können Wirkstoffkonzentrate eingearbeitet werden, die individuell dem Hautbedürfnis des Kunden angepasst werden. Durch eine computerunterstützte Hautanalyse werden Bedürfnisse analysiert um die optimale Pflege zusammenzustellen. Analysiert werden: Hautfeuchtigkeit, Fettanteil und Elastizität.

 

DMS-Cremes bieten folgende Vorteile:

• hervorragende Verträglichkeit bei allen Hauttypen

• lang anhaltende Pflege und Schutzwirkung

• Straffung der Haut und Glättung der Hautoberfläche

• gesteigertes Wasserbindevermögen in der obersten Hautschicht

• optimales Transportvermögen für kosmetische Stoffe

• hauteigene Lipide - Fette bleiben erhalten.

 

Testen Sie es selber und kommen Sie zu einer Hautanalyse in unsre Apotheke! Terminvereinbarungen bitte per E-Mail: 

maria.fellner@apotheke-waidmannsdorf.at

 

FOLGE 10

16. März 2014

FASTEN: FRÜHJAHRSPUTZ FÜR UNSEREN KÖRPER

von Mag.a Tina Klemen

 

Nach dem langen Winter erwachen bei vielen Menschen die Lebensgeister und eifrig machen sie sich daran, ihre Häuser, Gärten, Fahrräder und Autos zu putzen, pflegen und zu warten.

 

Unseren Körper, der das ganze Jahr Höchstleistungen vollbringt, vergessen wir jedoch gerne. Tag für Tag muss unser Organismus mit einer ganzen Reihe von Schadstoffen klarkommen. In unserer Nahrung sind Konservierungsmittel, Farbstoffe, Aromen, Süßstoffe… Selbst wenn wir uns bewusst ernähren und auf Fertigprodukte verzichten, haben wir in jedem Essen auch die Rückstände aus der modernen Landwirtschaft wie Dünge-, Schädlings-, Pilz- und Unkrautvertilgungsmittel, im Fleisch Hormone und Antibiotikarückstände aus der Tiermast. In unserer Atemluft befinden sich Abgase von Verkehr, Industrie, Wandfarben, Möbeln, Tabakrauch... Unsere Haut muss eine Reihe weiterer Gebrauchschemikalien wie Spül- und Putzmittel, Waschmittel, Kosmetika, Parfüms, Haarfärbemittel... aushalten. Man könnte die Liste noch beliebig weiter fortsetzen.

 

Man kann seinen Körper von diesen Stoffen auch wieder befreien kann und soll es auch, bevor der Stoffwechsel beeinträchtigt wird, die Substanzen im Bindegewebe angesammelt werden, die Abwehrleistung des Organismus sinkt und Krankheiten auftreten!

 

Was kann man also tun? Das Frühjahr bietet sich für Fastenkuren an!

Wobei das strenge Fasten nicht für jeden geeignet ist und nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen sollte. Für jedermann leicht durchführbar ist eine Entschlackungskur, bei der die Ausscheidungsorgane unterstützt werden. Wird das noch mit einer leichten Kost, mit viel basenbildenden Lebensmitteln oder einer milden Ableitungsdiät unterstützt, steht einem gesunden Start ins Frühjahr nichts mehr im Weg. Die Ausleitungsorgane unseres Körpers sind das Leber-Galle System, die Nieren, das Lymphsystem, Magen-Darm-Trakt und die Haut.

 

Wir helfen Ihnen!

Es gibt verschiedene Hilfsmittel in unserer Apotheke, um diese zu unterstützen Tees mit harntreibenden Eigenschaften und leberunterstützender Wirkung, Mineralstoffe, Basenbäder, Zeolith Präparate, Spagyrische Mittel oder Homöopathische Therapeutika. Sehr bewährt haben sich die naturmedizinische "Drei Punkt Therapie" (Leber, Niere, Lymphsystem) und das spagyrische Ausleitungskonzept mit vier Bestandteilen.

 

Nicht vergessen sollte man generell auf ausreichendes Trinken und auf Bewegung an der frischen Luft. Ein täglicher Spaziergang durch die erwachende Natur mit ihrem zarten Grün (die Farbe grün allein wirkt ja nach Ansicht vieler Experten schon heilend) regt die Durchblutung an, ist gleichzeitig belebend und das beste Mittel gegen Frühjahrsmüdigkeit!

FOLGE 9

1. März 2014

MIT BACHBLÜTEN ZUM INNEREN GLEICHGEWICHT

von Mag.a Alexandra Schier

 

Dr. Edward Bach (1886-1936) war in London Allgemeinarzt, Bakteriologe und arbeitete später als Pathologe. Er entdeckte die 38 Blüten in den 1930er. Sie repräsentieren ein in sich abgeschlossenes System von 38 Blütenkonzentraten, das die Wirkung am individuellen Menschen und auch am Tier entfaltet.

 

Ziel der Bachblüten ist es, Gefühlszustände wie Sorgen, Befürchtungen, Hoffnungslosigkeit, Reizbarkeit und negative Lebenseinstellungen nicht zu bekämpfen, sondern in positive Grundhaltungen umzuwandeln und damit das innere Gleichgewicht wieder herzustellen. Dr. Bachs Blütenkonzentrate sind ein sanfter Weg, um die vollkommene Balance wiederherzustellen, die dem Körper die Möglichkeit gibt, wieder zu Kräften zu kommen.

 

Das Schlüsselwort für Dr. Bach: "Einfachheit"

Er sagte, dass alles in der Natur einfach ist und sie alles bereitstellt, was man zum Überleben braucht – Nahrung, Wasser, Luft, Wärme. Daher wird sie uns auch die Mittel bereitstellen, die für das Wohlbefinden sorgen. Die Einfachheit spiegelt sich auch im Umgang mit den Bachblüten wider: die Einfachheit der Zubereitung, die Einfachheit der Einnahme, die Einfachheit der Herstellung und die Einfachheit der Anwendung der „nur“ 38 Blüten. Bachblüten können nicht überdosiert werden, haben keine Nebenwirkungen, lassen sich mit allen anderen Medikamenten kombinieren und eignen sich daher hervorragend für die Anwendung bei Erwachsenen, Kindern und Tieren.

 

Das bekannteste Kombinationsmittel der Bachblüten ist die "Notfallmischung". Sie ist eine Mischung aus fünf unterschiedlichen Blütenkonzentraten (Cherry Plum, Clematis, Impatiens, Rock Rose und Star of Bethlehem). Diese fünf Blüten helfen, mit einem Notfall oder einem emotional belastenden Ereignis besser umgehen zu können. Ein weiteres Notfallmittel stellt die „Rescue Cream“ dar. Sie enthält neben den oben bereits erwähnten fünf Blütenkonzentraten auch noch Crab Apple, welches aufgrund seines reinigenden Potentials zugesetzt wird. Die Rescue Cream kann bei allen stumpfen Verletzungen, blauen Flecken und auch Insektenstichen angewendet werden.

 

Mehr Informationen finden Sie unter www.bachcentre.com

FOLGE 8

16. Feber 2014

ALLES AUF LAGER? HINTER UNSEREN (APOTHEKEN-) KULISSEN...

von Irene Glabutschnig

 

Im Idealfall kommen Sie mit Ihrem Rezept in die Apotheke und erhalten Ihr verordnetes Medikament. Was sie jedoch wahrscheinlich nicht ahnen, ist, dass ein großer logistischer Aufwand damit verbunden ist, jeweils die richtigen Medikamente für alle PatientInnen zur Verfügung zu haben. In Österreich sind ca. 14.000 verschiedene Human-Arzneispezialitäten bzw. Medikamente für den Verkauf zugelassen.

 

16.000 Packungen für Sie bereit - Service hinter den Kulissen

Hätten Sie gedacht, dass allein bei uns in der Apotheke ca. 16.000 (!) Packungen verschiendester Medikamente lagernd sind? Und dass diese unter strengster Überwachung von Temperatur etc. bei uns für Sie auf Vorrat gehalten werden? Es ist nicht immer leicht, die richtigen Medikamente auf Lager zu haben, da im Sektor der Generika (gleicher Wirkstoff wie Originalpräparat) jeden Monat neue Produkte hinzukommen und auch von den Ärzten Produkte verschiedenster Firmen verschrieben werden. Wir bemühen uns sehr, Ihnen schnellstmöglich nicht lagernde Produkte zu bestellen und gegebenenfalls auch zuzustellen.

 

Komplizierter wird es bei Medikamenten wie z. B. für Rheuma, Krebs, MS usw., die nicht über den Großhandel zu beziehen sind. Wir sorgen aber auch hier dafür, dass Sie raschest möglich diese Produkte erhalten. Bekommt ein Patient/eine Patientin Verbandstoffe oder Ähnliches verordnet, holen wir für ihn/sie auch die Genehmigungen dafür bei den Kassen ein, was wiederum nicht immer einfach ist, da der Patient/die Patientin die Ware sofort benötigt und wir auf die Bestätigung der Krankenkasse warten müssen – daher bitten wir Sie manchmal um etwas Geduld...

 

Wir Apotheken stehen dafür, dass sie geprüfte und kontrollierte Medikamente zu erhalten!

FOLGE 7

31. Jänner 2014

VITAMIN D - DER SCHLÜSSEL ZUR GESUNDHEIT

von Dr.in Heide Astner

 

Vielen ist Vitamin D auch als das „Knochenvitamin“ in Erinnerung. Der Stellenwert von Vitamin D wird bereits im Säuglingsalter sichtbar und dort bereits seit 1920 in der Rachitisprophylaxe eingesetzt. Die bei Rachitis auftretende Kalkarmut und dabei abnorme Weichheit des Knochensystems führte und führt zu Deformierungen des Skeletts. Bei Erwachsenen führt ein Vitamin D Mangel zu einer durch die gestörte Einlagerung von Kalzium verursachten Knochenerweichung (Osteomalazie) und somit zu Skelettdeformierungen, Knochenschmerzen und Spontanbrüchen. Große Auswirkung hat dieser Mangel an Vitamin D für Personen ab einem Alter von 65 Jahren, da das Risiko für die Entwicklung einer Osteoporose (Knochenschwund) enorm steigt.

 

Vitamin D reguliert unseren Kalziumhaushalt... 

Es steigert die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm und fördert gleichzeitig auch die Wiederaufnahme von Kalzium in der Niere. Der Anstieg des Blutkalziumspiegels führt zu verstärktem Knochenaufbau. Neben seiner Bedeutung als „Knochenvitamin“ zeigen aktuelle Erkenntnisse aus der weltweiten Vitamin D-Forschung wie abhängig unser Körper von einer ausreichenden Vitamin D Versorgung ist. 

 

...und ist für die Funktion unserer Muskeln und des Immunsystems sowie des Nervensystems (mit)verantwortlich

Ein massiver Kalziummangel kann Auslöser für starke Muskelkrämpfe (Tetanien) sein. Durch einen Mangel an Vitamin D werden wir anfälliger für Depressionen, Multiple Sklerose oder Demenz. Ein Vitamin- D - Mangel kann sich jedoch auch in Form unspezifischer Symptome wie chronische Müdigkeit, Reizbarkeit, Abgeschlagenheit und Schlafstörungen äußern. Neben seiner Bedeutung für den Kalziumstoffwechsel spielt Vitamin D auch in unserem Immunsystem eine große Rolle: Besonders im Herbst und Winter erhöht sich bei Alt und Jung die Anfälligkeit für Infektionen der oberen Atemwege. Hier besitzen spezielle Zellen unseres Immunsystems (Makrophagen, B- und T-Lymphozyten) Anknüpfungsstellen für Vitamin D, sodass durch die Einnahme dieses Vitamins unser Abwehrsystem gestärkt werden könnte. 

 

Vitamin D - Schlüssel zu unserer Gesundheit

Ein erfolgreiches Einsatzgebiet ist die äußerliche Behandlung der Schuppenflechte (Psoriasis) mit Vitamin-D-Analoga in Form von Salben. Weitere positive Effekte von Vitamin D auf unseren Körper sind Gegenstand weltweiter Forschungen. So wird die Einflussnahme auf eine Blutdrucksenkung, die Wirkung auf unser Herz- und Kreislaufsystem, der Schutz vor dem Auftreten von Diabetes sowie Brust und Darmkrebs in mehreren zurzeit laufenden Studien untersucht. Unser Bedarf an Vitamin D kann von unserem Körper größtenteils selbst produziert werden. Alles was wir dazu brauchen ist die Ausgangssubstanz Cholesterin und Sonnenlicht.

In unseren Hautzellen  wird  aus der Vorstufe des Vitamin D (die wiederum in der Leber aus Cholesterin gebildet wird)  unter Einwirkung von UV-B-Strahlen des Sonnenlichtes (280 – 315 nm) Vitamin D3 hergestellt. Anschließend wird es hauptsächlich in der Leber und in der Niere in die aktive Form umgewandelt. Die Sonnenexposition unserer Haut von April bis September würde für eine ausreichende Vitamin D  Produktion reichen, wenn ein Viertel der Körperoberfläche (Gesicht, Hände sowie Teile von Armen und Beinen) täglich zwischen 11und 15 Uhr für 15 bis 20 Minuten der Sonne ungeschützt ausgesetzt würden, und es sich um gesunde Erwachsene bis zum 60 Lebensjahr handelt. 

 

In den Herbst- und Wintermonaten reicht aber die Sonneneinstrahlung bei uns in Mitteleuropa bei weitem nicht aus! Da die Sonne nicht so hoch steht ist der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen zu schräg und die benötigten UVB-Wellenlängen werden in der Atmosphäre bereits herausgefiltert. Natürliche Vitamin D Quellen sind: Lebertran, Hering, Lachs, Steinpilze, Eier sowie Milch. Wieviel an Vitamin D man nun in den Monaten Oktober bis März tatsächlich einnehmen soll richtet sich nach dem Ergebnis einer Laboruntersuchung bzw. Bestimmung unseres Vitamin D Status im Blut. Die generelle Empfehlung für uns in Österreich liegt bei der Einnahme einer Tagesdosis von 400 I.E.  (= 10mcg ) bis 2.000 I.E. ( = 50mcg) Vitamin D3. Auch eine einmalige Einnahme pro Woche und dafür eine höheren Dosis  ist möglich! Da es sich um ein fettlösliches Vitamin handelt soll die Einnahme mit einer Mahlzeit zusammen erfolgen! 

 

 

FOLGE 6

15. Jänner 2014

ERKÄLTUNGEN VORBEUGEN UND BEHANDELN

von Mag.a Tina Klemen

 

Jeder von uns kennt die lästigen Beschwerden, die vielen von uns besonders jetzt wieder zu schaffen machen. Bedingt durch trockene, beheizte Wohn – und Arbeitsräume, Stress, Menschenansammlungen, feucht-kaltes Wetter, ungenügende Kleidung und nicht zuletzt durch einen Mangel an frischer Luft und Licht ist es für Erkältungsviren  (vor allem Rhino-, Coxsackie- und Parainfluenzaviren) ein Leichtes, in unsere strapazierten Schleimhäute einzudringen. Während   normalerweise unsere Immunabwehr gut funktioniert, kann diese durch oben genannte Faktoren leicht überstrapaziert werden. Gleichzeitig hat es aber jeder selbst in der Hand, etwas dagegen zu tun. Wir alle erinnern uns sicher an die Ratschläge unserer Eltern, den Kopf und die Füße nicht auskühlen zu lassen. So banal es klingen mag: das ist immer noch eine der wichtigsten Maßnahmen überhaupt!

 

"Erkältung" heißt nicht umsonst so. 

Ein stabiler und geregelter Wärmehaushalt ist für unseren Organismus unabdingbar. Wenn nun äußere Kälte unseren Wärmeorganismus z. B. im Nasen-Rachen-Raum schwächt, wird die Schleimhaut minder durchblutet, die lokale Immunantwort verringert und Krankheitserreger können leicht eindringen. Die eingewanderten Erreger sind also Folge der Auskühlung  und nicht die Ursache. Tatsächlich ist es so, dass sich fast alle in der Umgebung des Menschen vorhandenen Keime aus dem Rachenraum isolieren lassen. Diese sind potenziell pathogen (d.h. könnten krankmachend sein), doch deren Anwesenheit alleine führt noch nicht zur Erkrankung. Wenn wir also nach einem Besuch des Glühweinstandls nasse und kalte Füße haben, können wir versuchen, unseren Wärmehaushalt noch zu retten, indem wir ein warmes Fußbad machen. Sehr effektiv sind in der Temperatur ansteigende Fußbäder, am besten mit Zugabe von schwarzem Senfmehl. Oder ein Erkältungsbad, wenn möglich. Die Schleimhäute vor Austrocknung schützen können wir durch befeuchtende Nasensprays, die es mittlerweile auch mit sogenannten `Virenfängern` (Zusätze aus Algen oder Gel) gibt.

Zum Thema "Licht und Vitamin-D-Haushalt" war in den letzten Monaten viel in den Medien, auch in der Fachwelt erscheinen laufend neue Publikationen. Sicher ist, dass wir in Mitteleuropa in den Wintermonaten (eigentlich sogar von Oktober bis April) zu wenig Sonnenlicht bekommen, um ausreichen Vitamin D zu bilden. Sollte die Sonne sogar einmal scheinen, ist sie in unserer Heimatstadt noch von Nebel abgeschirmt, sind wir am Berg, schützen wir uns vor Sonnenbrand mit hohem Lichtschutzfaktor. Fazit: wir müssen unser Vitamin D, das wir neben vielen anderen Funktionen für ein intaktes Immunsystem benötigen, von außen zuführen. Apropos Vitamine: Vitamin C und das Spurenelement Zink haben eine extrem wichtige Bedeutung für die Abwehrleistung unseres Immunsystems. Gerade zur Prävention und zur Therapie akuter Atemwegsinfektionen sind beide gut geeignet, wie eine aktuelle Metaanalyse der Cochrane Kollaboration (= weltweites unabhängiges Netzwerk von WissenschaftlerInnen) wieder einmal gezeigt hat. Sowohl die Häufigkeit akuter Atemwegsinfektionen als auch Schwere der Symptome und Dauer einer Erkältung verringern sich durch Einfluss von Zink und Vitamin C. Da wir alle 5 bis 9  Portionen frisches Obst und Gemüse täglich(!!!) essen, sind wir bestens versorgt. Oder etwa nicht?

 

Von weiterer gesunder Ernährung, ausreichend Schlaf und Erholung, genug Bewegung und frischer Luft rede ich erst gar nicht, denn das haben wir ja alle... Sollte es die eine oder den anderen doch einmal erwischen, gibt es bei uns Hilfsmittel aus allen Bereichen der Medizin. Sei es Allopathie, Anthroposophie, Aromatherapie, Homöopathie, Kräuterheilkunde, Orthomolekulare Medizin... Aus dem großen Arzneischatz finden wir bestimmt das richtige Mittel!

 

 

 

"UPDATE": NOTFALLVERHÜTUNG MIT DEM ARZNEIMITTEL VIKELA

von Mag.pharm Dr. Herbert Fellner

 

Gleich vorweg: "Notfall"-Verhütung ist eine Notfallmethode, um nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder Versagen einer Verhütungsmethode (z.B. Reißen des Kondoms oder wenn der Frau einfällt, dass sie vergessen hat, die "Pille" rechtzeitig einzunehmen) eine Schwangerschaft zu verhindern. Sie ist jedoch KEIN ERSATZ für eine übliche Verhütungsmethode und man sollte sorgsam damit umgehen.

FOLGE 5

30. Dezember 2013

Die Einnahme sollte so früh wie möglich nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr erfolgen, möglichst innerhalb von 12 Stunden, jedoch nicht später als 72 Stunden. Falls nach Einnahme von Vikela nochmals ungeschützter Geschlechtsverkehr innerhalb desselben Menstruationszyklus stattfindet, verhindert sie nicht eine mögliche Schwangerschaft! Denn: Die Wirkung beruht auf einer Verhinderung der Freisetzung einer Eizelle aus den Eierstöcken, eine Einnistung einer bereits befruchteten Eizelle in die Gebärmutter wird jedoch nicht verhindert. Sollte daher eine Befruchtung der Eizelle bereits stattgefunden haben, liegt nach bisherigen Studien kein Hinweis auf ein Risiko von Missbildungen während der Entwicklung des Babys im Mutterleib vor. 

 

Wenn die nächste erwartete Regelblutung mehr als fünf Tage verzögert ist oder eine untypische Blutung auftritt, muss ein Schwangerschaftstest durchgeführt und ein Arzt aufgesucht werden. Nebenwirkungen: Müdigkeit, Schwindel (Beeinträchtigung der Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit!), Übelkeit, Schmerzen im Unterbauch usw. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln- daher unbedingt VOR Einnahme abklären: Bestimmte Antiepileptika, bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von bestimmten Infektionen, pflanzliche Arzneimittel wie z.B. Johanniskraut. Sollte es innerhalb von drei Stunden nach Einnahme der Tablette zu Erbrechen kommen, muss eine weitere Tablette eingenommen werden.

 

NEU seit November 2013: Studien haben ergeben, dass bei Frauen mit einem Körpergewicht von 75 kg oder mehr die kontrazeptive Wirkung reduziert ist! Kundinnen, die zu dieser Personengruppe zählen, wird empfohlen, gleich einen Gynäkologen aufzusuchen, um als Alternative eine rezeptpflichtige Arzneispezialität zu erhalten.

 

HILFE BEI ARTHROSE - UND WIE SIE VORBEUGEN KÖNNEN...

von Mag.a Alexandra Tabernig

 

Arthrose ist die mit Abstand am häufigsten auftretende Gelenkserkrankung und Ursache von Gelenksschmerzen. Sie zählt zu den degenerativen Formen, das heißt sie zeichnet sich durch eine Abnutzung des Gelenkknorpels und einen Knorpelverschleiß aus, die das altersübliche Maß übersteigen. Es handelt sich um eine chronische, schmerzhafte und zunehmend funktionsbehindernde Gelenksveränderung.

 

Grundsätzlich können alle Gelenke betroffen sein, meist jedoch handelt es sich um jene Gelenke, die unter mechanischer Beanspruchung stehen, wie Knie-, Hüft-, Sprung-, Hand- und Fingergelenke. Zwar nehmen Häufigkeit und Beschwerden im Alter zu, die ersten Anzeichen des Verschleißes können jedoch bereits in der Jugend auftreten. Faktoren wie Übergewicht, starke körperliche Belastung, Sportarten, die die Gelenke belasten (z.B. Fußball) sowie genetische und hormonelle Faktoren begünstigen das Auftreten einer Arthrose.

 

Durch ständige Überbelastung sowie durch Bewegungsmangel wird der Knorpel mechanisch geschädigt und der Knorpelstoffwechsel gestört. Der Knorpel kann sich zwar rasch regenerieren, aber die abgebaute Knorpelsubstanz kann nicht mehr ersetzt werden! Unbehandelt kann der Abbau von Knorpelsubstanz bei einer Arthrose soweit gehen, dass die Knochen im Gelenk direkt aneinander reiben. Die Folgen sind starke Schmerzen und dauerhafte Deformierungen.

FOLGE 4

15. Dezember 2013

Mit gezielten Maßnahmen kann man dem Knorpelabbau entgegenwirken!

Man sollte auf eine gesunde vollwertige Ernährung achten und den Verzehr arachidonsäurehaltiger Lebensmittel (z.B. Fleisch, Wurst) einschränken. Übergewicht sollte ebenfalls vermieden werden. Gymnastik und Stärkung der Muskulatur sind in der Therapie von hohem Stellenwert, da sie bei richtiger Anwendung und Dosierung nicht nur schmerzlindernd sondern funktionsverbessernd wirken. Der gezielte Einsatz von Antiarthrotika wie Glucosamin, Chondroitinsulfat, Kollagen Typ II und Hyaluronsäure sowie von Mikronährstoffen wie Vitamin E, Vitamin C, Vitamin D, Selen, Mangan, Zink und Omega-3-Fettsäuren kann einen wichtigen Beitrag zur Arthrose Prophylaxe und Therapie leisten!

 

WINTERMANTEL FÜR DIE HAUT

von Iris Meschnig

 

Der Winter bringt so einige Unannehmlichkeiten mit sich: Kälte, Frost und eisigen Wind. Drinnen angekommen, drehen wir erst einmal die Heizung auf. Das bedeutet für die Haut: "Stress pur"!

 

Unsere Haut ist um diese Jahreszeit einem ständigen Wechsel zwischen trockener Heizungsluft und klirrender Kälte ausgesetzt. Der Wechsel stört den Feuchtigkeitshaushalt, daher braucht die Haut im Winter eine "Extraportion“ Pflege. Jetzt sind Cremes angesagt, die die Haut wie ein “Wintermantel” schützen und Feuchtigkeit zuführen, ohne zu reizen. Hände weg heißt es bei Produkten, denen minderwertige Fette aus Erdöl wie Paraffin zugesetzt sind. Sie legen sich wie ein Film über die Haut und stören den Feuchtigkeitshaushalt.

 

Außerdem ist im Winter bei Wasser und Seife Vorsicht geboten – beide trocknen die Haut aus. Auch wenn es seltsam klingt, Wasser spendet der Haut keine Feuchtigkeit, sondern entzieht ihr durch einsetzende Verdunstungskälte diese sogar und trocknet sie noch mehr aus.

 

Besondere Aufmerksamkeit sollte man im Winter der Augenpartie und den Lippen schenken. Die dünne Haut der Augen ist noch stärker von der Trockenheit und Kälte betroffen als die restlichen Gesichtsregionen. Daher empfiehlt es sich, die empfindlichen Partien mit einer sehr reichhaltigen Fettpflege zu versorgen. Auch Kinderhaut braucht im Winter mehr Aufmerksamkeit als sonst. Vor allem das Gesicht sowie die Lippen und Hände benötigen Pflege in Form einer fetthaltigen Creme, möglichst ohne Wasser.

 

 

FOLGE 3

1. Dezember 2013

Vorsicht! Auch die Sonne ist im Winter nicht zu unterschätzen! Je höher der Berg, desto aggressiver wirken die Sonnenstrahlen, die durch den Schnee zusätzlich noch reflektiert werden. Beim Skifahren bitte immer ausreichenden Sonnenschutz/Kälteschutz verwenden. Der natürliche Schutzmantel der Haut wird im Winter dünner, geben Sie Ihrer Haut die Pflege die sie jetzt benötigt, so können Sie sich auch in der kalten Jahreszeit über eine strahlend schöne, weiche und geschmeidige Haut freuen. Wir beraten sie dazu gerne!

 

FOLGE 2

15. November 2013

WINTERZEIT IST SCHNUPFENZEIT. HABEN SIE SCHON EINMAL EINE NASENDUSCHE PROBIERT?

von Mag. a Daniela Hipfl

 

Eine Nasendusche bringt Linderung bei Nasen- und Nasennebenhöhlenentzündungen, löst festsitzenden Schleim und transportiert abgelagerte Staub- und Schmutzpartikelchen nach außen ab. Auch bei Allergien und Heuschnupfen ist das regelmäßige Nasenspülen empfehlenswert, da sich aufgrund des Reinigungseffekts die Allergenbelastung senken lässt. Die Nasendusche dient als Reinigung, Pflege und Befeuchtung von Nase und Nasenschleimhaut.

 

Wie wird's gemacht?

Verwendet wird dafür eine 0,9-prozentige (isotone) Kochsalzlösung. Eine zu hoch oder zu niedrig konzentrierte Salzlösung, sowie reines Wasser kann die Nasenschleimhaut reizen.

 

  1. Vor jedem Gebrauch die Nasendusche mit reinem Wasser gründlich ausspülen.

  2. Das Nasenansatzstück in waagerechte Position bringen, um die Nasendusche mit lauwarmem Wasser bis zur Markierung zu befüllen.

  3. Die geeignete Menge Salz (vorzugsweise im Dosierbeutel) darin lösen – so ist die Konzentration auf die Bedürfnisse der Nasenschleimhaut abgestimmt und es kommt zu keinerlei Reizungen (isotone Lösung).

  4. Nasendusche mit dem Deckel verschließen, Zeigefinger am Deckelventil ansetzen und durch Schütteln das Salz vollständig auflösen.

  5. Mit dem Zeigefinger weiterhin das Ventil verschließen und das Nasenansatzstück bis zum Anschlag nach oben klappen.

  6. Nun den Kopf über ein Waschbecken vorbeugen und den Mund weit öffnen. Somit hebt sich das Gaumensegel und es kann später keine Flüssigkeit in den Rachen abrinnen.

  7. Nasenansatzstück an ein Nasenloch ansetzen und den Finger vom Ventil nehmen – so fließt die Salzlösung in das eine Nasenloch ein, umspült die Nasenscheidewand und fließt über das andere ab.

  8. Durch leichtes Zusammendrücken der Nasendusche verschließt und öffnet sich das Deckelventil automatisch und der Spüldruck wird erhöht - somit können auch die oberen Bereiche der Nase gut durchgespült werden.

  9. Vorgang mehrmals wiederholen und dabei das Nasenloch wechseln.

  10. Nach jeder Nasenspülung die Nasendusche gründlich mit warmem Wasser reinigen und trocknen lassen.

 

Haben Sie nun ein sauberes, angenehmes Gefühl und freuen Sie sich, wieder richtig gut durchatmen zu können? Dann haben Sie es richtig gemacht! Hier noch ein Video zur richtigen Anwendung (zur Verfügung gestellt von der Firma Emser.)

 

 

Wichtige Hinweise:

Während bekannte Meersalz- oder Kochsalznasensprays rein der Befeuchtung der Nasenschleimhaut dienen, ist die Nasenspülung eine gute Möglichkeit die Selbstreinigungsfunktion der Nasenschleimhaut zu unterstützen. Jedoch sollte sie nicht bei Verletzungen und starkem Nasenbluten eingesetzt werden. Fließt die Salzlösung, aufgrund einer verstopften Nase, bei der Nasenspülung nicht richtig ab, so empfiehlt es sich 10 Minuten zuvor einen schleimhautabschwellenden Nasenspray zu verwenden, denn dadurch erhöht sich die Strömungsgeschwindigkeit der Lösung und somit auch die Reinigungskraft. Außerdem kann der Schleim besser abfließen. Achtung, auch hier gilt: Übertreiben Sie es nicht! Denn eine dauerhafte Anwendung belastet möglicherweise die Nasenschleimhaut und raubt ihr den natürlichen Immunschutz. Daher sollte man im gesunden Zustand und bei Beschwerdelosigkeit keine Nasenspülung durchführen. 

 

 

MORGENSTUND HAT GOLD IM MUND - ÄTHERISCHE ÖLE

von Bibiana Habernig

 

"Ich bin mit dem linken Fuß aufgestanden..." oder "Ich komm einfach nicht auf Touren..." – Wer von uns kennt diese Gefühle und Befindlichkeiten früh morgens – zumindest ab und zu – nicht? Damit wir nicht erst nach dem zweiten Kaffee wach werden, können wir ätherische Öle nutzen. Die Aromatherapie ist ein Teilbereich der Pflanzenheilkunde. Schon die Urvölker, die alten Ägypter, Griechen und Römer haben Kräuter, Hölzer und Harze verbrannt, um dann durch den aufsteigenden duftenden Rauch "per fumum" ihre Bitte an die Götter zu überbringen.

 

Was passiert beim Riechen?
Das Sinnesorgan "Nase" benötigen wir zum Atmen – die Luft wird gereinigt und erwärmt, um anschließend in unsere Lungen zu gelangen. Außerdem ermöglicht sie das Riechen – 24 Stunden am Tag gelangen Duftteilchen an unsere Riechschleimhaut. Von dort werden sie blitzartig in den Teil des Gehirns weitergeleitet, wo unsere Emotionen und Gefühle entstehen, in das Limbische System. 

 

Besonders interessant: Zitrusdüfte

Ihr ätherisches Öl wird aus den Schalen gepresst – deshalb wird hier besonders auf biologische Ware geachtet. Zitrusdüfte sind sogenannte "Kopfnoten", d.h. sie duften hell, frisch, fruchtig, sie steigen leicht schnell auf und bringen Leichtigkeit. Hierzu zählen Zitrone, Bergamotte, Limette, Grapefruit, Clementine, Litsea cubeba, Lemongras, Melissa indicum auch Citronella genannt. Auch Pfefferminze, Eukalyptus, Rosmarin, Tanne und Kiefernarten werden genutzt. Grapefruit macht Morgenmuffel frisch und munter, Bergamotte vertreibt trübe Stimmung, Clementine harmonisiert und stimmt fröhlich. Zitrone fördert die Konzentration und desinfiziert die Raumluft in der Erkältungszeit. Rosmarin regt den Kreislauf an und fördert die Durchblutung. Im Sommer vertreibt Zitrone und Pfefferminze die Hitze und Schwüle aus den Wohnräumen.

 

FOLGE 1

1. November 2013

Melissa indicum (Citronella) vs. Zitronenmelisse

Melissa indicum ist mit der Zitronenmelisse nicht zu verwechseln, obwohl sie im Geruch sehr ähnlich ist – der Unterschied liegt ihn der Wirkung: Melissa indicum wird aus einem Gras gewonnen, das in Indonesien und Mittelamerika wächst und wirkt stimmungsaufhellend und insektenvertreibend. Melisse oder Zitronenmelisse ist eine heimische Pflanze. Schon Hildegard von Bingen beschrieb die erwärmende Wirkung der Melisse: "Die Melisse hat die Kraft von 15 Kräutern….muntert auf und stärkt das Herz." Auch das ätherische Öl dieser kraftvollen Pflanze besitzt zahlreiche Einsatzgebiete. Vor allem die antivirale Wirkung gegen Herpesviren in Verdünnung lokal aufgetragen kann wahre Wunder wirken. Die ausgeprägte entspannende und stimmungsaufhellende Wirkung wirkt sich positiv auf Schlaf und Herzbeschwerden aus.

 

Die Anwendung ätherischer Öle
Ätherische Öle erfüllen die Luft mit ihren Wirkstoffen durch Raumsprays oder auf einem Duftstein oder Holz. Bei guter Hautverträglichkeit können sie auch als Duschgel angewendet werden. Ich empfehle den sogenannten "Armbeugentest": Reiben sie einen Tropfen des ätherischen Öls in die zarte Haut auf der Innenseite des Ellbogens, wenn nach einem Tag keine Reaktion aufgetreten ist, besteht eine gute Verträglichkeit. Ein Roll-on Fläschchen mit ihren Lieblingsdüften kann sie durch den Tag begleiten. In Kombination mit pflegenden, wertvollen Ölen wie Jojobaöl, Aprikosenkernöl, Hagebuttenkernöl und Mandelöl entfalten ätherische Öle ein individuelles Wohlbefinden – sie pflegen Körper, Geist und Seele.

 

Sie möchten die Autorin Bibiana Habernig kontaktieren - dann schreiben Sie ihr ein Email: habernig@apotheke-waidmannsdorf.at

 

TIPP: 18. November, Vortrag "Eine Duftreise - Spannendes über Ätherische Öle in entspannter Atmosphäre präsentiert, mit allen Sinnen wahrgenommen" mit Bibiana Habernig in der Apotheke Dr. Fellner KG
Beginn: 19.00 Uhr